Sonntag, 23. Oktober 2016

Müsliriegel

Vor einigen Wochen habe ich diese leckeren, im Kühlschrank über eine Woche haltbaren (wie lange genau, weiß ich nicht, weil sie dann alle waren) Müsliriegel zustande gebracht. Sie geben echt Kraft, halten gut vor und lassen sich super mitnehmen. Leider habe ich nicht direkt geschafft, das Rezept hier zu posten bzw. war in der Zwischenzeit damit beschäftigt, eher vorsichtig und flüssig zu essen. Ich hoffe, dass die, die darauf gewartet haben, mir deswegen nicht böse sind:( deswegen schreibe ich jetzt auch nicht länger drum rum. Hier ist das Rezept, gemacht auf einem 25 x 35cm Backblech, mit Backpapier aufgelegt:

120g gepuffter Quinoa, 90g Haferflocken (oder Hirseflocken), 40g Sesamsamen, 40g Kürbiskerne, 50g gehackte Chashewkerne, 30g Pistazien, 60g Cranberrys, 1TL Zimt, 1TL Kurkuma (muss aber nicht), 120g eingeweichte und pürierte Datteln, 140g Mandelmus, 6 EL Ahornsirup, 2 EL Traubenzucker (kann weggelassen werden, macht die Riegel für mich aber verträglicher), 2-3 EL Wasser

- Backofen auf 160° Umluft vorheizen
- alle trockenen Zutaten mischen
- flüssige Zutaten mischen und 5-10 Minuten leicht erwärmen
- etwas abkühlen lassen
- dann über die trockenen Zutaten geben und alles mit den Händen gut vermischen
- Zutaten auf das Blech geben und alles mit den Händen gleichmäßig verteilen und fest andrücken
- mit einem Messer Rechtecke einschneiden, damit die Riegel nachher besser abgebrochen werden können
- mindestens 15, höchstens 30 Minuten backen; je länger, desto knuspriger werden sie
- abkühlen lassen, in eine Blechdose geben und im Kühlschrank aufbewahren
- auch andere Nüsse, Kerne, Samen schmecken super: z.B. Wal-, Pekannüsse, Kürbiskerne, Chiasamen
- auch Müsli-, Corn Flakes- und sonst was -Reste lassen sich hier echt gut verarbeiten.
Ich hoffe, sie schmecken euch so gut wie uns und geben euch Kraft an anstrengenden Tagen!

Have a sunny day,
Josie

Dienstag, 18. Oktober 2016

Alles flüssig, oder was?!

Eine tolle Woche meiner Yogaausbildung liegt hinter mir. Aber auch eine sehr anstrengende. Und auch wenn ich gerade ein bisschen stolz bin, dass ich einen weiteren Schritt in Richtung Yogalehrerin getan habe (hier habe ich über meine Gedanken "davor" geschrieben, als es noch darum ging, ob ich die Ausbildung trotz Morbus Crohn überhaupt machen könnte: Vom Luxus des Planens ), muss ich jetzt dringend ausruhen und meinen Bauch etwas "pampern". Denn auch wenn wir toll und glutenfrei im Naturhotel Wildewiese im Sauerland bekocht wurden, ich habe trotzdem viele Dinge gegessen, die ich sonst nicht esse und die zu Durchfällen, Schmerzen und Übergeben etc. geführt haben. So wundert es wahrscheinlich kaum jemanden mit unserer Erkrankung, dass mir gerade hauptsächlich nach flüssig ist. Aber nahrhaft soll es natürlich auch sein. Meine Süßkartoffelsuppe und mein Hirsebrei sind mir schon lange treue Begleiter. Glücklicherweise bin ich aber vor einiger Zeit über die Werbung von Starbucks USA gestolpert, in der es um einen Oatmeal Latte ging. Toll, oder? Porridge und Kaffee in einem. Ich habe also in den letzten Tagen etwas herumprobiert, weil ich mal ein bisschen Abwechslung brauchte und folgendes ist dabei herausgekommen: 

Für 1 Portion: 5 EL Haferflocken (gf z.B. von Bauck), 1 TL Kokosöl, 400ml Mandelmilch (oder andere Milch), 1 Messerspitze Kurkuma, 1 Prise Salz, 1/4 TL Zimt (oder z.B. auch 1 Nelke), 3 klein gestoßene Pekannüsse (oder andere Nüsse oder Krokant), 1-2 EL Rohrohrzucker (oder Kokosblütenzucker, Ahornsirup...), 1 Tasse Espresso
- in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze das Öl und die Haferflocken leicht anschwitzen lassen, dann 200ml der Mandelmilch dazugeben, immer wieder umrühren und mindestens 1 EL Zucker hinzufügen (mir reicht das, aber ich mag morgens auch süß nicht sooo gerne)
- in einem anderen Topf die anderen 200ml Mandelmilch erhitzen und aufschäumen
- die Pekannüsse leicht anrösten
- 1 Tasse Espresso aufbrühen
- einen großen Teil der Milch unter den Porridge rühren bis er relativ flüssig ist, Schaum aufheben
-Porridge in eine große Tasse schütten, den Schaum darauf verteilen, den Espresso reingeben und die Pekannüsse oben drauf verteilen, evtl. noch etwas Zucker auf den  Schaum geben...ich finde: ein toller Start in den Tag:)
Da ich diese ganze künstliche Nahrungsergänzung von Anfang an nicht mochte und ich sie auch nicht gut vertragen habe, mache ich mir außerdem zwischendurch immer wieder alle möglichen Shakes. Die Shakes passen entweder in 2 250ml-Flaschen oder in eine 500 ml-Flasche. Einfach alle Zutaten im Mixer mixen und entweder sofort genießen oder, wem das, wie mir, zu kalt ist, etwas stehen lassen und dann trinken. Bei allen Drinks kommt es mir darauf an, möglichst viele Kalorien unterzubringen. 

1. mit Sojamilch
400 ml Vanille-Sojamilch, 2 Handvoll TK-Beeren, 2 EL Cashewmus, 1 EL Hirseflocken, 1/2 TL Kurkuma, 1/4 TL Zimt


2. mit Mandelmilch
400 ml Mandelmilch, 1 Tasse TK-Beeren, 2 EL Mandelmus, 1 EL Rapsöl, 2 EL Hirseflocken, 3 EL Ahornsirup, 1/2 TL Kurkuma, 1/3 TL Zimt

3. mit Mandelmilch
400 Mandelmilch, 1 Banane, 2 EL Mandelmus, 1-2 EL Hanfproteinpulver, 2 Handvoll TK-Beeren, 1 EL Ahornsirup
4. mit Kokoswasser
400 ml Kokoswasser, 1 Banane, 2 Datteln, 1 TL Kokosöl, 1 TL Traubenzucker, 1 Stück Gurke, 3 Minzeblätter, 1 Handvoll Spinat


Wie ihr seht, es geht also auch mal gut, lecker und nahrhaft ein paar Tage ohne feste Nahrung...und trotzdem muss ich zugeben, dass ich mich schon freue, wenn ich wieder auf etwas rumbeißen kann.

Bis bald. Have a happy day!
Josie

Freitag, 7. Oktober 2016

Der Tag des alten Menschen...

...oder: wie feiere ich meinen 37.Geburtstag? Diese Frage stellte sich mir an diesem Geburtstag, der eben gleichzeitig der "Tag des alten Menschen" war, was mein subjektives, körperliches Befinden ganz gut zusammenfasste. Weil ich mich seit Monaten nicht gut fühle und einfach nicht aus meinem Morbus Crohn-Schub herauskomme, war klar, dass eine große Party dieses Jahr ausfiel. So schade es war, mit der Zeit lernt man ja zum Glück auch, dass man die Gegebenheiten akzeptieren muss und kann und Alternativen nicht schlechter sein müssen. So feierte ich im ganz kleinen Rahmen und nach dem Motto "Keep it simple". Kleine Feier, unkompliziertes Essen, kein Stress. Und im nachhinein muss ich sagen: so war es genau richtig und richtig schön. Folgende Gerichte haben dazu beigetragen und waren für 6 Personen berechnet:

Quinoa Eintopf: 2 Dosen stückige Tomaten mit Kräutern, ca. 800g weiße Bohnen, 100g Tomatenmark, 4 Möhren, 2 grüne Paprika (oder Zucchini), (wer mag: 1 Zwiebel), 1 Tasse Quinoa, 2 EL Olivenöl, Oregano und Basilikum nach Geschmack, Salz, Pfeffer, (wer mag: Chilipulver), ca. 1,5l Wasser
- Gemüse kleinschneiden, Bohnen abtropfen lassen, Quinoa waschen
- Olivenöl in einem großen Topf auf mittlerer Stufe erhitzen, Gemüse und Tomatenmark hinzugeben
- nach ca. 5 Minuten stückige Tomaten, Quinoa, Brühe, Kräuter hinzufügen und ca. 20 Minuten köcheln lassen
- Bohnen, Salz, Pfeffer hinzugeben, aufkochen lassen und fertig (wenn der Quinoa weiche ist, sonst ca. 5 weitere Minuten köcheln lassen)
- abschmecken und fertig:)

Foccacia, (ca. 9 Stück): 1 Brotmischung hell (Lidl), 500ml Wasser, 50ml (beides wie auf er Verpackung); außerdem: 1 TL Kräutersalz, 5g Xanthan, 1 Becher Naturjoghurt (140g), 1 TL Kartoffelstärke, 100ml Wasser, Saatenmix oder Sesam, etwas Extramehl, da der Teig sehr weich und klebrig ist
- Brotmischung, Wasser, Öl, Salz, Xanthan und Naturjoghurt mit der Küchenmaschine vermischen
- Hände bemehlen und kleine Foccacia formen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen
- den Ofen auf Umluft 50° Grad kurz an- und sofort ausschalten
- die Foccacia ca. 1 Stunde im Ofen gehen lassen, dabei die Türe nicht öffnen
- 100ml Wasser und Kartoffelstärke unter rühren zum Kochen bringen
- abkühlen lassen
- nach ca. 1 Stunde die Foccacia mit der Kartoffelstärke einpinseln und den Saatenmix darauf verteilen, währenddessen den Ofen bei Umluft auf 200° vorheizen und ca. 25 Minuten backen
- wenn sie leicht braun sind rausnehmen und abkühlen lassen.


"So ähnlich wie kalter Hund" (ich weiß nicht, wie ich es nennen soll):
200g dunkle Schokolade, 100g Butter, 1 EL Ahornsirup, 120g Haferkekse (z.B. Avena von Schär), 50g Cranberrys, 50g Pekannüsse; 1 kleine Kastenform mit Backpapier auslegen
- Schokolade, Butter und Ahornsirup in einer hitzebeständigen Schüssel über dem Wasserbad erwärmen, dabei immer wieder umrühren, bis eine geschmolzene, homogene Masse entsteht
- in der Zwischenzeit Kekse und Nüsse grob hacken und mit den Cranberrys verrühren
- alles unter die Schokomasse geben
- in die Kastenform füllen und glatt streichen, etwas abkühlen lassen
- mind. 4 Stunden in den Kühlschrank, dann das Backpapier herausheben und die feste Masse in kleine Stücke schneiden
- sicher schmecken auch andere Kekse, Nüsse (Walnüsse), Kerne (Cashew) oder Trockenfrüchte (Sauerkirschen) sehr lecker
Wann auch immer die Sachen macht, ich wünsche euch damit viel Spaß und eine gaaaanz entspannte Vorbereitung!

Have a happy day,
Josie

Sonntag, 25. September 2016

Die wunderbar zitronige Welt des Aufschiebens

Allerbeste Vorsätze hatte ich. Wirklich! Den ganzen Sonntag wollte ich arbeiten und mich vorbereiten. Aber dann kam mir die Sonne dazwischen und ich musste einen kleinen Spaziergang machen. Natürlich ist Sauerstoff gut fürs Gehirn und damit auch gut fürs Arbeiten, dachte ich mir. Und außerdem ist der Tag ja schööön lang.

Nun, nachdem ich eben zurückgekommen bin, hatte ich plötzlich schrecklich Hunger. Aber nicht auf ein Brot oder so. Nein, auf was zitroniges. Und schwupps, stand ich da und kümmerte mich um kleine Cheesecakes, die ich schon lange mal wieder machen wollte, aber irgendwie nie die Zeit gefunden hatte. Nun ja, arbeiten kann ich ja auch noch später, der Tag ist doch noch sooo lang, dachte ich mir.

Sie sind wirklich gut geworden und weil vielleicht auch noch andere heute sonnig-zitronige Törtchen backen möchten (oder vielleicht eine Ausrede suchen, um nicht arbeiten zu müssen), ist hier das Rezept  für ca. 15 kleine Muffins:

150g Frischkäse, 2 EL saure Sahne, 1 TL Citroback oder geriebene Zitronenschale, 90g Haferkekse (z.B. Avena von Schär), 60g Butter, 60g Kokoszucker (es geht bestimmt jeder Zucker, aber ich mag Kokos, weil er so schön karamellig schmeckt), 1 Ei, ca. 100g Lemon Curd aus dem Glas, evtl. etwas Sahne und Pistazien zum Verzieren
- Ofen auf 180° Grad vorheizen
- 20g Butter schmelzen, in der Zeit die Haferkekse fein zerkleinern und mit 2 TL Kokoszucker mischen
- Butter und Haferkeksmischung verrühren
- Frischkäse, saure Sahne, Citroback, restlichen Zucker und Ei mit der Maschine zu einer glatten Masse rühren
- Hafermischung auf die gefetteten Mulden oder in Papierförmchen verteilen und andrücken
- Frischkäsemischung gleichmäßig darüber geben
- 12 Minuten backen
- Lemon Curd auf den Törtchen verteilen und nochmals 10 Minuten backen
- abkühlen lassen und nach ca. 2 Stunden verzieren ODER Lemon Curd erst nach dem vollständigen Backen auf den Törtchen verteilen
- zum Schluss nach Wunsch verzieren.
So, und da der traumhaft lange Sonntag gar nicht mehr sooo lang ist, husche ich jetzt mal schnell an den Schreibtisch.

Have a happy day,
Josie

Mittwoch, 14. September 2016

Mehlfreie Quiche

Ich muss es ja zugeben: bei 36°Grad den Ofen anzuschmeißen, ist irgendwie nicht so die geilste Idee. Aber ich hatte Lust auf Quiche, was nur so ungefähr alle Jubeljahre vorkommt, und deswegen musste ich da durch. Das Ergebnis allerdings konnte sich sehen lassen und weil die Quiche reichhaltig war und etwas übrig blieb, hatte ich, kalt und ohne Ofen, auch am nächsten Tag noch etwas davon. Da ich Mürbeteig noch nie wirklich gerne mochte, habe ich in letzter Zeit etwas mit geriebenen Mandeln herumexperimentiert. Außerdem wollte ich einen Boden ohne Eier. Wenn ihr gleich seht, wie viele Eier in den Belag kommen, fragt ihr euch vielleicht nach dem Sinn dieses Wunsches, aber ich wollte es halt ausprobieren. Wer möchte kann aber den Leinsamen durch ein großes Ei ersetzen. Das geht genauso gut und schmeckt natürlich auch. So und hier ist das Rezept:

120g geriebene Mandeln, 1/2 TL Salz, 1EL Leinsamen, 4 EL Wasser, 25ml Olivenöl, 1 gelbe Paprika, evtl. 1/2 TK-Zwiebeln, 6 große Eier, 1 Packung entsteinte Oliven (ohne Flüssigkeit), 1 Packung Ziegenrahm (mild), 1-2 TL getrockneter Thymian, Salz, Pfeffer

- Ofen auf 180° Grad vorheizen
- Mandeln, Salz, Leinsamen, Wasser, Olivenöl vermischen und ca. 20 Minuten stehen lassen, damit der Leinsamen quellen kann
- Teig in eine Springform geben (nicht größer als 26 cm) und gleichmäßig andrücken
- ca. 8 Minuten backen, der Teig sollte nicht zu dunkel werden
- abkühlen lassen
- die gelbe Paprika mit der TK-Zwiebel, die aber nicht unbedingt notwendig ist, in der Pfanne leicht in Olivenöl anbraten
- Ziegenrahm und Thymian hinzugeben
- Oliven hinzugeben
- mit Salz und Pfeffer abschmecken
- etwas abkühlen lassen, damit die Eier nicht gerinnen
- 6 Eier mit einer Gabel leicht aufschlagen und zur abgekühlten Paprikamischung geben
- nochmals vorsichtig mit Salz und Pfeffer abschmecken und auf dem Boden verteilen
- ca. 25 Minuten backen, bis die Quiche leicht bräunt und gar ist
- 15 Minuten abkühlen lassen, dann vorsichtig aus der Form lösen
- dazu passt Salat
- guten Appetit!
Auch anderes Gemüse schmeckt natürlich lecker: z.B. Zucchini, Pilze (abgebraten) oder Cherry Tomaten, die als letztes klein geschnitten auf der Quiche verteilt werden. Ein paar angebratene Schinkenwürfel, etwas Gehacktes oder Lachswürfel schmecken in der Quiche auch gut, wenn es nicht vegetarisch sein soll. Anderen Käse habe ich nicht ausprobiert, weil ich Kuhmilch oft nicht gut vertrage und es nicht riskieren wollte. 

Ihr seht, das Rezept ist nicht sehr kompliziert und eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Viel Spaß damit!

Have a happy day,
Josie