Dienstag, 19. Mai 2015

Private Kurztrips...meine Top 5

Ach ja,schön. Feiertag,Frühsommer...es ist die Zeit der (und mehr oder weniger spontanen) Kurztrips. Aber was brauche ich nur, wenn es einfach nur mal kurz zu Verwandten oder Freunden geht? Man sich also selbst versorgt bzw. versorgen lässt. Einerseits möchte man keine zu großen Umstände machen. Andererseits kann auch hier ein mikrokleines Fitzelchen Gluten, das sich in einem Toaster, Backofen, Schneidebrett oder in Marmelade, Butter, Aufstrichen findet, dazu führen, dass der spontan-freudige Kurztrip zu einem Problemtrip (Grummel! Autsch!) führt. Und damit das nicht passiert, habe ich mir inzwischen folgendes Minireisepaket zusammengestellt, mit dem ich mich sicher fühle, keinem unnötig auf die Nerven gehe und trotzdem nicht verhungere.




Aaaalso...
1. Toastabags: Diese kleinen Folientütchen sind hitzebeständig, mehrfach verwendbar, leicht und sorgen dafür, dass man sich sorglos glutenkontaminierter "Fremdtoaster" bedienen kann. Man kann darin sogar Pizza u.ä. erhitzen.
2. Schneidebrettchen: Besonders Schneidebrettchen sind superschwer komplett zu reinigen und deswegen bei anderen eigentlich unbenutzbar. Es gibt sie aber aus leichtem Melanin und sie können alternativ auch als Teller benutzt werden, falls man z.B. irgendwo eingeladen ist, wo es nur Holzbrettchen oder so gibt.
3. Desinfektionstücher: Sicher ist sicher, je nach eigener Empfindlichkeit kann es sinnvoll sein, wenn man das, was man benutzt, einmal kurz damit reinigt. Hört sich paranoid an und der eine oder andere Spruch ist einem sicher, aber dafür ist man sich selbst auch sicher, dass einem nichts passieren kann.
4. Minibutter- und Marmeladenpäckchen: Besonders mit gemeinsam benutzter Butter, Marmelade, Nutella gibt es regelmäßig Probleme wenn die "Gesunden" am Tisch ihre glutenhaltigen Brötchen schmieren und dann mit ihren benutzten Messern in die Gläser gehen. Also besser für den Notfall alles mitnehmen, ist ja alles länger haltbar und dementsprechend kein großer Aufwand.
5. für den ersten, schnellen Hunger: Man kommt irgendwo an und hat plötzlich Hunger. Man möchte aber auch nicht direkt darum bitten, dass man bekocht wird bzw. man sich selbst etwas kochen kann. Ihr kennt das? Nicht schön...Damit die ersten Stunden von zuhause nicht in Stress ausarten, ist es also gut, wenn man etwas dabei hat, das einem schnell den Hunger stillt. Nüsse (Cashew-, Kürbis-, Walnusskerne) und getrocknete Früchte (Cranberries, Sauerkirschen, Aprikosen) sind optimal, ein Müsliriegel oder etwas Kinderschokolade gehen auch und auch an einer kleinen Tüte Pombär im Gepäck schleppt man sich auch nicht kaputt. Außerdem macht es Sinn, etwas (Selbstgebackenes) Brot/Brötchen dabei zu haben, denn nicht überall bekommt man problemlos glutenfreie Backwaren.

Im Laufe der letzten Monate habe ich gemerkt, wie sehr es entspannt, wenn man gut vorbereitet ist. Und dann kann man sich auch gleich viel leichter freuen, auf das, was kommt:)
Josie

Dienstag, 12. Mai 2015

Mmmh...

Oh je,oh je. Da hatte ich mir doch so fest vorgenommen regelmäßig zu schreiben und dann so was: Sendepause. Aber das Wetter war so schön, mir ging es endlich immer besser. Tja und schwups, schon hatte ich meinen Blog fast vergessen. Aber zum Glück nur fast, denn ich habe in dieser Zeit endlich mal wieder ein paar Essenstipps für Bochum gesammelt:
Erstens ist es im EL TORO im Bermudadreieck sehr entspannt. Gut, das gilt zwar auch für die Zeitplanung vor Ort, aber dann kann man sich auch mit Zöliakie so satt und rund essen wie man möchte. Zum Beispiel am Krautsalat mit Hausdressing und einem Rinderfilet mit Haussoße. Mmmh, sehr lecker. Und wer noch mehr Hunger hat, der bestellt sich einfach noch eine Ofenkartoffel mit Quark.
Zweitens will man ja manchmal gerne Fußball gucken und trotzdem etwas essen. Das kann man gut im JAGO am Schauspielhaus bei ein paar leckeren, glutenfreien Kleinigkeiten machen: Tomatensuppe, Salat Niçoise, Oliven, Aioli und Serranoschinken...alles, was das Herz begehrt. Aber es ist wie so oft: am besten man klärt alles telefonisch und in Ruhe. Im Trubel und 'nur' mit der Servicekraft bekommt man keine bis unzufriedenstellende Auskünfte.
Übrigens: laut Aussage des Kochs im Three Sixty im Bermudadreieck wird es dort bald eine Karte mit glutenfreien Gerichten geben, u.a. mit glutenfreien Burgern und evtl Bier.
Ich bin gespannt auf das, was kommt.
Josie

Sonntag, 12. April 2015

Unterwegs essen...meine Top 5

Zuhause ist es ja nun nicht mehr so schwer, sich glutenfrei und lecker zu ernähren. Aber was, wenn einen der Hunger unterwegs plötzlich packt? Meine ersten Ausflüge endeten alle mehr oder weniger unterzuckert und ziemlich unzufrieden. Einfach ein Brötchen kaufen geht ja nicht und auch wenn mich Kinderriegel schon einige Male echt gerettet haben, eine Dauerlösung sind sie auch nicht. Am Anfang dachte ich mir, ich mache mir einfach glutenfreie Brote. Aber da ich immernoch kein glutenfreies Brot gefunden habe, das ich vertrage und die selbst gebackenen nicht sooo toll schmecken, fiel diese Option ziemlich schnell flach. Im Moment fahre ich also mit diesen schnellen, in meiner Lunchbox gut mitzunehmenenden Top 5 gar nicht schlecht:


1. Süße oder herzhafte Muffins: schnell gemacht, kann man sie super einfrieren und auch spontan mitnehmen und auftauen lassen. Im Moment sind Aprikosen-Orangen und Schinken -Käse-Muffins meine Favoriten.
2. Frische und getrocknete Früchte: besonders letztere finde ich praktisch, weil man nicht vorausplanen muss, wieviel Hunger man hat. Außerdem sind sie 'robust' und zerdrücken nicht so schnell in der Tasche.
3. Auberginencreme (z.B.von Alnatura): mit kleinen Würstchen oder Käsewürfeln und Crackern (Schaer) zum Dippen.  Schnell, lecker und gesund.
4. Früchtebrei (von Hammermühle): große Tasse, heißes Wasser drauf, umrühren, fertig. Sättigt, ist gesund und auch für empfindliche Tage geeignet. Ähnlich funktioniert's mit dem Hirse Babybrei von Alnatura...
5. Müsliriegel: Die von Eat Natural, z.B. mit vielen Nüssen und Früchten, je nach Lust und Laune mit oder ohne Schokolade. Oder von Dove's Farm, mit glutenfreien Haferflocken, schmecken allerdings auch sehr gesund und sind wohl nicht jedermann's Geschmack.
So viel zu meinen (vorläufigen) Top 5 Unterwegs - Ideen.
Josie

Montag, 23. März 2015

Leserbrief

Ich weiß nicht, ob es euch ähnlich geht, aber seit meiner Diagnose lese ich sämtliche Artikel über Nahrungsallergien und -unverträglichkeiten, über die Umsetzung der neuen EU-Verordnung zur Kennzeichnung von Allergenen, über die (oft negativen) Reaktionen von Gastronomen darauf etc. Dabei ärgere ich mich häufig schwarz, weil die Autoren der Artikel entweder schlecht informiert sind oder freiwillige und unfreiwillige Diäten in einen Topf schmeißen und mir damit mein Leben, zumindest gefühlt, erschweren. Also habe ich begonnen, zumindest hin und wieder einen Leserbrief zu schreiben. Weil mir der Artikel "Böse wie Brot" (Heft Nr.4) zur Abwechslung einmal gut gefiel, habe ich auch dazu folgenden Brief, der in Heft Nr.6 auch veröffentlicht wurde, geschrieben:

Seit ich im letzten Jahr die Diagnose "Zöliakie" erhalten habe, lese ich immer mal wieder, aber nicht wirklich gerne, Artikel über Nahrungstrends, Nahrungsunverträglichkeiten etc. Das ich dies nicht gerne tue, liegt daran, dass mir immer wieder auffällt, wie häufig eben Trends mit wirklichen Erkrankungen vermischt und lächerlich gemacht werden. Ich als Erkrankte, die jeden Tag darum kämpft, einigermaßen beschwerdefrei zu sein, fühle mich oft nicht ernst genommen oder in die Ecke gestellt. Umso schöner ist es, wenn ein Artikel wie "Böse wie Brot" sich von der grauen Masse abhebt und einfach mal die Faktenlage zum Thema Weizen sortiert. Denn gerade weil es für Erkrankte extrem nervig und anstrengend ist, sich immer wieder für ihr Essverhalten und ihre Bedürfnisse zu rechtfertigen, ist es so wichtig, gesunden Menschen klarzumachen, dass Weizen eben nicht für alle böse und an allem Schuld ist. Denn genau wegen des Trends dem Weizen an allen Beschwerden und Problemen die Schuld zu geben, wird es für wirklich Erkrankte immer schwerer, ihrem Umfeld klarzumachen, dass es sich z.B. bei einer Zöliakiediät nicht einfach um eine Diät handelt mit der man abnehmen kann und die man freiwillig macht, sondern um eine sehr wichtige, eben nicht freiwillige, Nahrungsumstellung. Diese bringt zwar im Idealfall Beschwerdefreiheit mit sich, muss aber ein Leben lang streng eingehalten werden und beeinflusst das alltägliche Leben enorm.


Auf das, was kommt.
Josie



Samstag, 21. März 2015

Rizinuswickel, Reisbrei und Akupressur

Ja, manchmal muss man zum Äußersten greifen...besonders dann, wenn man das Gefühl hat, dass es so nicht weitergehen kann. Es geht mir zwar etwas besser als noch im Oktober, aber eben bei weitem nicht gut genug, um meinen Alltag normal bewältigen und arbeiten zu können. Und dass, obwohl ich jeden Tag brav meine ganzen Medikamente, inklusive Kortison etc., schlucke und ganz vorsichtig Morbus Crohn- und Zöliakie- gerecht esse. 
Also habe ich mal meine alte Heilpraktikerin zu Rate gezogen und meine schulmedizinische Therapie um Sequenzen aus dem Dru Yoga, anschließende, entgiftende Rizinuswickel für die Leber und magenpflegende Leinsamenaufgüsse ergänzt. Und siehe da, zumindest bilden sich die Nebenwirkungen durch die ganzen Medikamente langsam wieder zurück. Das Herzklopfen ist nicht mehr den ganzen Tag, die Speiseröhrenentzündung geht zurück und das Gefühl, das sich der Magen gar nicht mehr entleert und er ständig, schon nach geringster Nahrungsaufnahme, voll ist, geht auch langsam zurück. Hinzukommt, dass ich den ersten Termin bei einer Ernährungsberaterin hatte, die aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) kommt. Sie hat mir Akupressurpunkte am Bauch gezeigt und ein leckeres, darmschonendes, aber trotzdem sättigendes, Rezept für einen Reisbrei mit Apfelmus gegeben. 
Ob das alles reicht? Das wird wohl die nächste Magen-DarmSpiegelung in 2 Wochen zeigen. Aber wenigstens habe ich endlich mal das Gefühl, selbst etwas aktiver an meiner Genesung mitzuwirken. Und natürlich kann ich mal wieder nicht anders, als zu hoffen, dass das was kommt, gut ist. Und dann gibt's auch endlich wieder Tipps,wo man in Bochum lecker und glutenfrei essen kann. Versprochen! 
Josie