Oha, gerade habe ich mit Schrecken festgestellt, dass mein letzter Blogeintrag schon fast 4 Monate zurückliegt. Ts ts ts. Aber eine Notfall-Rücken-OP im Juni hat mich ziemlich rausgebracht und auch wenn alles gut verlaufen ist, die Heilung dauert und so bin ich viel, sehr viel, genau damit beschäftigt. Weil dazu für mich aber auch gutes Essen und die Ablenkung beim Kochen gehören, will ich euch grad gar nicht mit langweiligen Krankheitsdetails aufhalten, sondern euch lieber aufschreiben, wie ihr selbst Granola, also knuspriges, gebackenes, glutenfreies und sehr leckeres Müsli herstellen könnt.
Zutaten:
ca. 380g Nüsse (ich habe Walnüsse, Cashews und Mandeln genommen), 2 gehäufte EL Leinsamen, 4 gehäufte EL Sesam, 75g Kürbiskerne, 75g Sonnenblumenkerne, 100g Kokoschips, 200g glutenfreie Haferflocken, 1/2 TL Salz, 3 TL Zimt, 8EL Kokosöl, 100ml Ahornsirup, Extras nach Lust und Laune: ich habe 100g getrocknete Sauerkirschen und 24g getrocknete Erdbeeren (aus der Babyabteilung) genommen, Apfelchips und etwas mehr Zimt, mehr Kokoschips und getrocknete Ananas, gepuffter Quinoa und Rosinen, Schokochips und Erdnüsse oder viele andere Zutaten würden aber bestimmt auch super schmecken
- Ofen auf 170 Grad Umluft vorheizen
- Nüsse in der Küchenmaschine nach Belieben und Verträglichkeit zerkleinern
- Leinsamen, Sesam, Kerne, Haferflocken und Kokoschips unterrühren
- Kokosöl auf niedriger Temperatur schmelzen, Salz, Zimt, Ahornsirup unterrühren und etwas abkühlen lassen
- die feuchten zu den trockenen Zutaten geben und gut durchmengen (ich finde ja, das geht am besten mit den Händen...ist nur ein bisschen matschig:)
- ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Mischung gleichmäßig darauf verteilen
- 15 Minuten backen, dann mithilfe eines großen Löffels wenden, für 5 Minuten backen und wiederholen, bis insgesamt 30-35 Minuten Backzeit vergangen sind
- das Granola ist fertig, wenn es gleichmäßig und goldgelb gebacken ist
- Achtung: zum Schluss kann es sehr schnell gehen, also von goldgelb zu rußschwarz:( also schön beobachten!
- Mischung abkühlen lassen, Extras hinzugeben und unterrühren und in Gläsern frischhalten
- jetzt könnt ihr das Granola natürlich einfach so mit (Pflanzen-)milch genießen. Ich mag es total gerne mit warmem Reisbrei, zerdrückter Banane, Mandelmus, frischen Beeren etc. Auch gebacken habe ich es schon probiert, so im Sinne von Baked Oatmeal, das es in den USA ja, gerade wenn es kühler wird, überall gibt.
Ich habe dafür genommen:
1/2 Becher Granola, 1/2 Becher Mandelmilch, 1 Ei, 1 zerdrückte Banane, 1/2 Becher Blaubeeren, 2 EL Ahornsirup, 1/4 Teelöffel Backpulver, 1/2 TL Zimt
- Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen
- Ei mit Ahornsirup und Banane verquirlen
- trockene Zutaten miteinander vermischen
- feuchte Zutaten unterrühren
- Blaubeeren unterheben
- ca. 25 Minuten backen
- mit Cashewjoghurt, Sahne oder Vanilleeis genießen!
Falls ihr euch fragt, wie lange es sich hält: ca. 2 Wochen. Und da ich tatsächlich wegen dem Crohn auch immer nur ein wenig davon esse, sogar etwas länger. Mein Freund hingegen ist in ca. 1 Woche damit durch, wenn er langsam isst:) Jeder also wie er mag!
Bis bald und hoffentlich nicht erst in 4 Monaten wieder!
Eure Josie
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Donnerstag, 12. September 2019
Sonntag, 17. März 2019
Süßkartoffeltaler
Während es draußen hagelt, in Strömen gießt und stürmt, habe ich ein bisschen vor mich hingekocht. Natürlich mal wieder dieses Gemüsecurry , was ich sehr liebe und welches sich auch gut in den nächsten Tagen aufwärmen lässt. Es ist schön mild und bekommt durch das Mandelmus einen ganz besonderen Geschmack. Dazu habe ich mich mal wieder an Süßkartoffeltalern versucht, die endlich so sind, wie ich sie mag. Zum Curry sind sie eine tolle Ergänzung, auch wenn man mal keinen Reis dazu möchte. In den nächsten Tage werde ich sie mir in der Pfanne erwärmen und z.B. mit Avocado, gebratenen Pilzen, Blaubeer-Cashewdipp oder Lachs essen. Immer etwas anders, lecker, gesund, glutenfrei und trotzdem zeitsparend.
Für 16 kleine Taler (ein Blech) braucht ihr:
2 Süßkartoffeln, 3 EL Kokosmehl, 2 EL Nussmus (z.B. Erdnuss oder Mandel), Kräuter nach Geschmack (z.B. 2 EL frischer Koriander), Salz, Pfeffer, 2-3 EL Zitronensaft, Sesam
- Ofen auf 180° Grad vorheizen
- 2 Süßkartoffeln schälen und in Stücke schneiden
- ca. 15 Minuten in Salzwasser köcheln lassen
- Wasser abgießen und Süßkartoffeln pürieren
- mit Kokosmehl, Nussmus, Salz, Pfeffer und dem Zitronensaft mischen
- ca. 6EL Sesam auf einem Teller verteilen
- Taler zwischen den Händen formen und platt drücken, in dem Sesam wälzen
- 20 Minuten im Ofen backen, nach der Hälfte der Zeit wenden
- auf einem Rost abkühlen lassen
- bei Bedarf in der Pfanne kurz erhitzen
Hier kommen inzwischen ein paar ganz zarte Sonnenstrahlen zwischen den Wolken hindurch und komplettieren das Aprilwetter. Davon schicke ich euch ein paar und wünsche euch guten Appetit und noch einen schönen Sonntag!
Josie
Für 16 kleine Taler (ein Blech) braucht ihr:
2 Süßkartoffeln, 3 EL Kokosmehl, 2 EL Nussmus (z.B. Erdnuss oder Mandel), Kräuter nach Geschmack (z.B. 2 EL frischer Koriander), Salz, Pfeffer, 2-3 EL Zitronensaft, Sesam
- Ofen auf 180° Grad vorheizen
- 2 Süßkartoffeln schälen und in Stücke schneiden
- ca. 15 Minuten in Salzwasser köcheln lassen
- Wasser abgießen und Süßkartoffeln pürieren
- mit Kokosmehl, Nussmus, Salz, Pfeffer und dem Zitronensaft mischen
- ca. 6EL Sesam auf einem Teller verteilen
- Taler zwischen den Händen formen und platt drücken, in dem Sesam wälzen
- 20 Minuten im Ofen backen, nach der Hälfte der Zeit wenden
- auf einem Rost abkühlen lassen
- bei Bedarf in der Pfanne kurz erhitzen
Hier kommen inzwischen ein paar ganz zarte Sonnenstrahlen zwischen den Wolken hindurch und komplettieren das Aprilwetter. Davon schicke ich euch ein paar und wünsche euch guten Appetit und noch einen schönen Sonntag!
Josie
Sonntag, 20. Januar 2019
Comfort Food: Gemüsecurry in Kokos-Mandelmilch
Curry. Mal wieder. Ich weiß. Aber ich finde, es gibt kaum etwas besseres, leckeres, mehr-gute Laune-machendes:) Und das liegt nicht zuletzt an den den schönen Farben des Gemüses, dem Curry und/ oder Kurkuma, was so einen leckeren Geschmack gibt. Und dieses Mal war ich in Sachen Hülsenfrüchte ein wenig abenteuerlustig: statt Fleisch, Hähnchen z.B., habe ich dieses Mal gekochte Kichererbsen aus der Dose hinzugefügt. Was mein Bauch dazu sagt, weiß ich noch nicht. Aber ich hatte so Lust drauf, dass ich das Risiko eingegangen bin. No risk, no fun. Ihr wisst schon. Und noch etwas habe ich anders gemacht: statt nur Kokosmilch zu nehmen und vielleicht etwas Erdnussbutter, habe ich Mandelbutter und -blättchen genommen. Ich finde das milder und einfach sehr lecker. Noch was? Ach ja, ich probiere mich gerade durch die Gewürzmischungen von Just Spices. Bisher finde ich sie nicht nur lecker, sondern finde auch super, dass sie als "glutenfrei" gekennzeichnet sind. Das ist ja leider nicht selbstverständlich. Das soll übrigens keine verdeckte Werbung sein. Ich werde für nichts bezahlt, wie immer. Versprochen! Probiert es, egal ob mit normalem Currypulver oder nicht, holt euch ein bisschen Farbe in die winterliche Wohnung...und lasst es euch schmecken:)
für ca. 6 Portionen:
800-1000g Gemüse (Paprika, TK-Blumenkohl, Spinat, Möhren), 1 Dose Kichererbsen, 1 daumengroßes Stück Ingwer, 2 EL Öl, 3 TL Curry (dieses Mal habe ich "Oriental Spice" von Just Spices genommen, was superlecker war), 4 EL Mandelmus, 400ml Kokosmilch, 200ml Gemüsebrühe, 4-5 EL Mandelblättchen, frischer Koriander, Salz, Pfeffer, Saft einer halben Limette, 1 TL Ahornsirup
- Blumenkohl auftauen lassen
- 3-4 Handvoll Spinat waschen und im Sieb abtropfen lassen
- Möhren schälen und in Scheiben schneiden
- Paprika waschen, schälen und in kleine Stücke schneiden
- Öl auf mittlerer Stufe erhitzen, Gemüse (außer den Kichererbsen) hinzugeben und für ein paar Minuten dünsten
- mit dem Currypulver bestreuen, durchmischen
- Mandelmus, Kokosmilch, Brühe hinzugeben und aufkochen lassen
- Spinat und abgetropfte Kichererbsen zugeben und aufkochen lassen
- mit Salz, Pfeffer, Limettensaft und Ahornsirup abschmecken, 2 EL Mandelblättchen und 3-4 EL klein gehackten Koriander anrühren
- entweder so mit gerösteten Mandelblättchen und Koriander anrichten oder Reis etc dazu servieren
Habt einen schönen, sonnigen Tag!
Josie
für ca. 6 Portionen:
800-1000g Gemüse (Paprika, TK-Blumenkohl, Spinat, Möhren), 1 Dose Kichererbsen, 1 daumengroßes Stück Ingwer, 2 EL Öl, 3 TL Curry (dieses Mal habe ich "Oriental Spice" von Just Spices genommen, was superlecker war), 4 EL Mandelmus, 400ml Kokosmilch, 200ml Gemüsebrühe, 4-5 EL Mandelblättchen, frischer Koriander, Salz, Pfeffer, Saft einer halben Limette, 1 TL Ahornsirup
- Blumenkohl auftauen lassen
- 3-4 Handvoll Spinat waschen und im Sieb abtropfen lassen
- Möhren schälen und in Scheiben schneiden
- Paprika waschen, schälen und in kleine Stücke schneiden
- Öl auf mittlerer Stufe erhitzen, Gemüse (außer den Kichererbsen) hinzugeben und für ein paar Minuten dünsten
- mit dem Currypulver bestreuen, durchmischen
- Mandelmus, Kokosmilch, Brühe hinzugeben und aufkochen lassen
- Spinat und abgetropfte Kichererbsen zugeben und aufkochen lassen
- mit Salz, Pfeffer, Limettensaft und Ahornsirup abschmecken, 2 EL Mandelblättchen und 3-4 EL klein gehackten Koriander anrühren
- entweder so mit gerösteten Mandelblättchen und Koriander anrichten oder Reis etc dazu servieren
Habt einen schönen, sonnigen Tag!
Josie
Sonntag, 6. Januar 2019
Hühnchen und Gemüse vom Blech à la Mama
Egal ob zu Weihnachten, anderen Festen oder einfach so: ein Essen vom Blech ist gut vorzubereiten, macht viele hungrige Mäulchen satt und lässt sich (oft) gut einfrieren, wenn etwas übrig bleibt. Ich sagte "wenn"... Denn bei uns ist auch dieses Jahr an Heiligabend nichts übrig geblieben, was ich sehr bedauert habe, weil ich in meinen Bauch einfach nicht so viel reinkriege. Egal, ob Weihnachten oder nicht. Und dabei war es so lecker:) Also beschloss ich letzte Woche, das Essen nochmal zu machen und die andere Hälfte für heute einzufrieren. Das hat wunderbar geklappt, weswegen ich euch dieses milchfreie und sehr wandelbare Rezept meiner lieben Mutter nicht vorenthalten möchte.
Für ein Blech (ca. 4 Personen) oder zwei Auflaufformen (ca. 2x2 Personen) braucht ihr also Folgendes:
4 halbe Hühnerbrüste (ca. 800 g) je in 3 Teile geschnitten, 12 Scheiben Südtiroler Schinkenspeck oder Parmaschinken, 1 rote und eine gelbe Paprika, 2 Zucchini, 1 Stange Lauch, 400ml Kokosmilch, 200ml Mandelsahne, 100 ml Mandelmilch, Salz, Pfeffer, Thymian, Oregano
- Ofen auf 160 Grad Umluft vorheizen
- Paprika schälen und in kleine Stücke schneiden (bei guter Verträglichkeit nicht schälen)
- das Weiße vom Lauch in feine Ringe schneiden und waschen (bei guter Verträglichkeit auch das Grüne nehmen)
- Zucchini waschen und in Scheiben schneiden
- erst Zucchini, dann Lauch, zum Schluss die Paprikastücke auf dem Blech verteilen
- dann um jedes Stückchen Hühnerbrust eine Scheibe Parmaschinken wickeln und auf dem Gemüse verteilen
- zum Schluss Kokosmilch, Mandelsahne und -milch mit einem Schneebesen verrühren und mit Salz, Pfeffer und Kräutern abschmecken und über dem Fleisch und Gemüse verteilen
- 45-50 Minuten im Ofen bei 160°Grad backen
- Mir reichen 1-2 Stücke Hühnchen mit Gemüse. Mein Freund bekam Reis bzw. Nudeln dazu, an Weihnachten gab es Kartoffelpüree, Kroketten und Brot, damit alle satt wurden und Spaß an der Soße hatten. Quinoa schmeckt dazu bestimmt auch sehr lecker...
- Eurer Kreativität ist, was das Gemüse angeht, keine Grenze gesetzt. Ich habe genommen,was ich vertrage. Mit Bohnen, Champignons, Auberginen oder Tomaten stelle ich mir das Ganze aber auch lecker vor. Ebenso ist es mit den Kräutern, nehmt reichlich und die, die ihr mögt und vertragt!
Lasst es euch schmecken! Guten Appetit und bis bald!
Josie
Für ein Blech (ca. 4 Personen) oder zwei Auflaufformen (ca. 2x2 Personen) braucht ihr also Folgendes:
4 halbe Hühnerbrüste (ca. 800 g) je in 3 Teile geschnitten, 12 Scheiben Südtiroler Schinkenspeck oder Parmaschinken, 1 rote und eine gelbe Paprika, 2 Zucchini, 1 Stange Lauch, 400ml Kokosmilch, 200ml Mandelsahne, 100 ml Mandelmilch, Salz, Pfeffer, Thymian, Oregano
- Ofen auf 160 Grad Umluft vorheizen
- Paprika schälen und in kleine Stücke schneiden (bei guter Verträglichkeit nicht schälen)
- das Weiße vom Lauch in feine Ringe schneiden und waschen (bei guter Verträglichkeit auch das Grüne nehmen)
- Zucchini waschen und in Scheiben schneiden
- erst Zucchini, dann Lauch, zum Schluss die Paprikastücke auf dem Blech verteilen
- dann um jedes Stückchen Hühnerbrust eine Scheibe Parmaschinken wickeln und auf dem Gemüse verteilen
- zum Schluss Kokosmilch, Mandelsahne und -milch mit einem Schneebesen verrühren und mit Salz, Pfeffer und Kräutern abschmecken und über dem Fleisch und Gemüse verteilen
- 45-50 Minuten im Ofen bei 160°Grad backen
- Mir reichen 1-2 Stücke Hühnchen mit Gemüse. Mein Freund bekam Reis bzw. Nudeln dazu, an Weihnachten gab es Kartoffelpüree, Kroketten und Brot, damit alle satt wurden und Spaß an der Soße hatten. Quinoa schmeckt dazu bestimmt auch sehr lecker...
- Eurer Kreativität ist, was das Gemüse angeht, keine Grenze gesetzt. Ich habe genommen,was ich vertrage. Mit Bohnen, Champignons, Auberginen oder Tomaten stelle ich mir das Ganze aber auch lecker vor. Ebenso ist es mit den Kräutern, nehmt reichlich und die, die ihr mögt und vertragt!
Lasst es euch schmecken! Guten Appetit und bis bald!
Josie
Freitag, 26. Oktober 2018
Glutenfrei unterwegs in Dresden
Ach, Dresden, was warst du gut zu uns! Laues, warmes Wetter, freundliche Menschen und eine tolle Auswahl an glutenfreien Restaurants...wenn wir alt (oder kultiviert, haha) genug für die Semperoper sind, kommen wir sicher wieder!
Aber jetzt mal von vorne und vielleicht ein bisschen informativer, damit andere (Zölis) sich genauso wohlfühlen und ihre Zeit genießen können. Wenn man glutenfrei und ohne viele Umstände frühstücken möchte, dann ist man im Motel One am Zwinger gut aufgehoben. Mal abgesehen davon, dass ich in Motel Ones immer zufrieden bin, ist man hier wirklich auch direkt am Ort des Geschehens. Wir haben das Frühstück hier speziell nicht ausprobiert, in anderen Motel Ones aber schon und es war immer von gleichbleibender Qualität: aufgebackene Baguettes zu allem was Normalesser auch bekommen. Das Gleiche gibt es hier auch. Auch das Cafe Wippler am Körnerplatz 2 haben wir nicht ausprobiert, es bietet aber ein glutenfreies Frühstück an. Na toll, denkt sich die eine oder andere, irgendwelche willkürlichen Tipps gibt es ja wohl auch bei Google. Aber immer mit der Ruhe! Durch den Morbus Crohn esse ich eher wenig und unregelmäßig und eben oft kein Frühstück. Aber natürlich haben wir auch in Dresden gegessen...und zwar lecker! Check it out:
1. Das Coselpalais (An der Frauenkirche 12)
Sehr traditionell im barocken Stil hätten wir uns hier auch schnell unwohl und in Touriklamotten fehl am Platz fühlen können. Aber da wir im schönen Innenhof und draußen saßen und echt gut gegessen haben, war es ein prima Abend. Und es gab was leckeres für alle (beide). So hatte mein Freund einen sächsischen Sauerbraten, ganz tradtitionell mit Klößen und so. Ich hatte Petersilienrisotto, mit gebackenem Kürbis und Kabeljau. Es sah schön aus und war richtig lecker. Was ich am tollsten fand war, dass ich einfach aus der Karte aussuchen und abbestellen konnte, was ich zusätzlich nicht vertrage und es dann glutenfrei umgesetzt wurde. Super Service, wirklich!
2. Der Radeberger Spezialausschank an der Elbe (Terrassenufer 1)
Nach unserer Dampfschiffahrt, die ganz traumhaft war, kehrten wir hier direkt ein. Es war schon später Mittag und wir hatten ganz schön Hunger. Deshalb habe ich mich ausnahmsweise für etwas sehr deftiges und typisch sächsisches entschieden: Sauerkraut, Kartoffelpüree, Blut- und Leberwurst. Es war wirklich sehr lecker (und die Allergenkarte sehr hilfreich übrigens), aber dass ich das mit meinem ziemlich aktiven Crohn nicht vertrage, war eigentlich fast klar...und der Nachmittag auch damit ziemlich gelaufen:(
3. Brennnessel (Schützengasse 18)
Ganz ehrlich? Das Restaurant war mein Favorit. Nicht nur, dass auch hier alle superfreundlich waren, ich bekam sofort eine Allergenkarte und im Anschluss superleckeres Essen: Frittata mit Süßkartoffeln, Zucchini, Cherrytomaten und Feta. Zwiebeln und Knoblauch konnte ich abbestellen, kein Problem. Mein Freund hatte hier einen glutenfreien Schweinebraten mit Backpflaumen und Beilagen und war auch zufrieden, satt und kugelrund danach;) Wären wir hier zuerst gewesen, hätten wir wahrscheinlich nix anderes mehr ausprobiert...aber, oh Schreck, dann hätte ich auch nix zu schreiben gehabt. Also war die Reihenfolge vielleicht doch gut:)
4. Die Burgerei (Neumarkt 12)
Ich hatte diesen Tipp aus einer Facebookgruppe und war ganz gespannt darauf, hier endlich mal nach seeehr langer Zeit einen Hähnchenburger zu essen. Aber wir mussten lange warten und als ich dann die Allergenkarte bekam, war ich doch überrascht, wie übersichtlich das, was ich essen durfte, letztlich war. Es wurde dann noch übersichtlicher, denn Süßkartoffelecken und -wedges fielen auch noch weg. Zum Glück machte mich der Kellner darauf aufmerksam, dass diese zwar als glutenfrei ausgewiesen waren, aber im selben Fett wie glutenhaltige Beilagen frittiert wurden. Puuuh, Glück gehabt...und sie natürlich nicht bestellt (auch wenn der Kellner mir versicherte, dass da bestimmt nur ganz wenig Gluten dran wäre...). Es gab übrigens ein glutenhaltiges Brötchen dazu. Also: ausprobieren, wenn ihr Burgerfreunde seid. Sonst geht lieber zur Brennnessel!
5. Kexerei (u.a. an Gleis 18 im Hauptbahnhof)
Eigentlich bin ich keine Keksesserin, egal ob mit "k" oder "x". Aber welche Magie geht denn eigentlich von einem Plätzchenladen aus, in dem es ein ganzes Regal mit glutenfreien, leckeren Keksen und Plätzchen gibt? Hammer! Es war toll und ich begeistert von meinen erstandenen Sorten: Sesam-Dattel-Kugeln und Mokka-Schoko-Makronen. Sie sind übrigens so lecker, dass ich jeden Tag nur ein oder zwei esse und sie auch nicht teile (naja, die erste Tüte schon, aber danach war alles meins. Manchmal muss man auch mal asi sein:)
So, hatte ich schon erwähnt, dass ich es in Dresden ganz toll fand? Ja? Na, dann ist ja alles gesagt und ich wünsche euch dort auch eine tolle Zeit!
Krümelige Keksgrüße und bis bald,
Josie
Aber jetzt mal von vorne und vielleicht ein bisschen informativer, damit andere (Zölis) sich genauso wohlfühlen und ihre Zeit genießen können. Wenn man glutenfrei und ohne viele Umstände frühstücken möchte, dann ist man im Motel One am Zwinger gut aufgehoben. Mal abgesehen davon, dass ich in Motel Ones immer zufrieden bin, ist man hier wirklich auch direkt am Ort des Geschehens. Wir haben das Frühstück hier speziell nicht ausprobiert, in anderen Motel Ones aber schon und es war immer von gleichbleibender Qualität: aufgebackene Baguettes zu allem was Normalesser auch bekommen. Das Gleiche gibt es hier auch. Auch das Cafe Wippler am Körnerplatz 2 haben wir nicht ausprobiert, es bietet aber ein glutenfreies Frühstück an. Na toll, denkt sich die eine oder andere, irgendwelche willkürlichen Tipps gibt es ja wohl auch bei Google. Aber immer mit der Ruhe! Durch den Morbus Crohn esse ich eher wenig und unregelmäßig und eben oft kein Frühstück. Aber natürlich haben wir auch in Dresden gegessen...und zwar lecker! Check it out:
1. Das Coselpalais (An der Frauenkirche 12)
Sehr traditionell im barocken Stil hätten wir uns hier auch schnell unwohl und in Touriklamotten fehl am Platz fühlen können. Aber da wir im schönen Innenhof und draußen saßen und echt gut gegessen haben, war es ein prima Abend. Und es gab was leckeres für alle (beide). So hatte mein Freund einen sächsischen Sauerbraten, ganz tradtitionell mit Klößen und so. Ich hatte Petersilienrisotto, mit gebackenem Kürbis und Kabeljau. Es sah schön aus und war richtig lecker. Was ich am tollsten fand war, dass ich einfach aus der Karte aussuchen und abbestellen konnte, was ich zusätzlich nicht vertrage und es dann glutenfrei umgesetzt wurde. Super Service, wirklich!
2. Der Radeberger Spezialausschank an der Elbe (Terrassenufer 1)
Nach unserer Dampfschiffahrt, die ganz traumhaft war, kehrten wir hier direkt ein. Es war schon später Mittag und wir hatten ganz schön Hunger. Deshalb habe ich mich ausnahmsweise für etwas sehr deftiges und typisch sächsisches entschieden: Sauerkraut, Kartoffelpüree, Blut- und Leberwurst. Es war wirklich sehr lecker (und die Allergenkarte sehr hilfreich übrigens), aber dass ich das mit meinem ziemlich aktiven Crohn nicht vertrage, war eigentlich fast klar...und der Nachmittag auch damit ziemlich gelaufen:(
3. Brennnessel (Schützengasse 18)
Ganz ehrlich? Das Restaurant war mein Favorit. Nicht nur, dass auch hier alle superfreundlich waren, ich bekam sofort eine Allergenkarte und im Anschluss superleckeres Essen: Frittata mit Süßkartoffeln, Zucchini, Cherrytomaten und Feta. Zwiebeln und Knoblauch konnte ich abbestellen, kein Problem. Mein Freund hatte hier einen glutenfreien Schweinebraten mit Backpflaumen und Beilagen und war auch zufrieden, satt und kugelrund danach;) Wären wir hier zuerst gewesen, hätten wir wahrscheinlich nix anderes mehr ausprobiert...aber, oh Schreck, dann hätte ich auch nix zu schreiben gehabt. Also war die Reihenfolge vielleicht doch gut:)
4. Die Burgerei (Neumarkt 12)
Ich hatte diesen Tipp aus einer Facebookgruppe und war ganz gespannt darauf, hier endlich mal nach seeehr langer Zeit einen Hähnchenburger zu essen. Aber wir mussten lange warten und als ich dann die Allergenkarte bekam, war ich doch überrascht, wie übersichtlich das, was ich essen durfte, letztlich war. Es wurde dann noch übersichtlicher, denn Süßkartoffelecken und -wedges fielen auch noch weg. Zum Glück machte mich der Kellner darauf aufmerksam, dass diese zwar als glutenfrei ausgewiesen waren, aber im selben Fett wie glutenhaltige Beilagen frittiert wurden. Puuuh, Glück gehabt...und sie natürlich nicht bestellt (auch wenn der Kellner mir versicherte, dass da bestimmt nur ganz wenig Gluten dran wäre...). Es gab übrigens ein glutenhaltiges Brötchen dazu. Also: ausprobieren, wenn ihr Burgerfreunde seid. Sonst geht lieber zur Brennnessel!
5. Kexerei (u.a. an Gleis 18 im Hauptbahnhof)
Eigentlich bin ich keine Keksesserin, egal ob mit "k" oder "x". Aber welche Magie geht denn eigentlich von einem Plätzchenladen aus, in dem es ein ganzes Regal mit glutenfreien, leckeren Keksen und Plätzchen gibt? Hammer! Es war toll und ich begeistert von meinen erstandenen Sorten: Sesam-Dattel-Kugeln und Mokka-Schoko-Makronen. Sie sind übrigens so lecker, dass ich jeden Tag nur ein oder zwei esse und sie auch nicht teile (naja, die erste Tüte schon, aber danach war alles meins. Manchmal muss man auch mal asi sein:)
So, hatte ich schon erwähnt, dass ich es in Dresden ganz toll fand? Ja? Na, dann ist ja alles gesagt und ich wünsche euch dort auch eine tolle Zeit!
Krümelige Keksgrüße und bis bald,
Josie
Freitag, 14. September 2018
Comfort Food: Suppe mit frischem Gemüse vom Markt
Eigentlich wollte ich diese Gemüsesuppe machen. Aber als ich auf dem Markt war, lief mir der erste Butternutkürbis des Spätsommers über den Weg, auf Sellerie hatte ich auch Lust und auf Kokosmilch sowieso. Und ein bisschen Fleischhunger hatte ich doch auch... Und schwupps, war es eine ganz andere Suppe, die Gaumen und Seele streichelt und glücklich und zufrieden macht.
Für sehr viele Portionen, ich schätze ca. 8, braucht ihr also:
1kg Gehacktes (bzw. ich hatte Schweinemett, was ganz köstlich war), 4 große Möhren, 1 Butternutkürbis, 2 große Zucchini, 1/2 Knolle Sellerie, 2 Stangen Lauch, 2 rote Paprika, 8 Flaschentomaten, 1 Dose Kokosmilch (ob groß oder klein ist eurem Geschmack überlassen, ich hatte einfach nur Reste davon), gemahlener Liebstöckel und Koriander, Kräutersalz, Salz, Pfeffer, Raps- und Olivenöl
- Ofen auf 180° Grad vorheizen
- Butternutkürbis schälen, halbieren und in mundgerechte Stücke schneiden
- auf einem Blech mit 2 EL Olivenöl und Salz (wer mag kann noch Paprika und Pfeffer hinzufügen) mischen und für ca. 20 Minuten in den Ofen, zwischendurch wenden
- Sellerie putzen und in kleine Würfel schneiden
- Möhren waschen, putzen, vierteln und auch in Würfel schneiden
- das Grüne vom Lauch abschneiden, putzen, in Ringe schneiden und waschen
- das Mett mit etwas Rapsöl in einem großen Topf anbraten
- Paprika waschen, schälen und in große Stücke schneiden
- Zucchini waschen, halbieren und kleinschneiden
- wenn das Mett beginnt die Farbe zu verändern (ich lasse es nicht zu dunkel werden), Möhren, Sellerie und Paprika hinzufügen, bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel weiterkochen
- die Tomaten schälen und in grobe Stücke schneiden
- das restliche Gemüse hinzufügen, aufkochen und dann bei geschlossenem Deckel und etwas Geduld so 15 Minuten köcheln lassen
- je 2 EL Liebstöckel und Kräutersalz, 1 EL Koriander, Salz, Pfeffer und Wasser nach Geschmack, außerdem Kokosmilch hinzufügen, noch ca. 10 Minuten weiterköcheln lassen
- zum Schluss abschmecken und den Ofenkürbis unterheben.
Tipps: Ich nehme das Weiße vom Lauch, geschälte Paprika und Tomaten wegen der besseren Verträglichkeit. Was ihr besser vertragt, oder ob ihr vielleicht anderes Gemüse, z.B. auch Zwiebeln oder Knoblauch hinzufügen wollt, ist euch überlassen. Sicher schmeckt alles lecker. Ich finde, dass man in dieser Suppe echt keine Brühe braucht, weil alle Aromen durch die längere Kochzeit super ineinander ziehen. Außerdem sind in Brühe oft komische Sachen drin, die mir manchmal Bauchweh machen.
Viel Spaß beim Ausprobieren und geht echt Mal auf euren (Samstags-) Markt. Mich macht die Fülle an hiesigem Obst und Gemüse immer ganz glücklich und dankbar...und preiswert ist es auch:)
Enjoy your day,
Josie
Für sehr viele Portionen, ich schätze ca. 8, braucht ihr also:
1kg Gehacktes (bzw. ich hatte Schweinemett, was ganz köstlich war), 4 große Möhren, 1 Butternutkürbis, 2 große Zucchini, 1/2 Knolle Sellerie, 2 Stangen Lauch, 2 rote Paprika, 8 Flaschentomaten, 1 Dose Kokosmilch (ob groß oder klein ist eurem Geschmack überlassen, ich hatte einfach nur Reste davon), gemahlener Liebstöckel und Koriander, Kräutersalz, Salz, Pfeffer, Raps- und Olivenöl
- Ofen auf 180° Grad vorheizen
- Butternutkürbis schälen, halbieren und in mundgerechte Stücke schneiden
- auf einem Blech mit 2 EL Olivenöl und Salz (wer mag kann noch Paprika und Pfeffer hinzufügen) mischen und für ca. 20 Minuten in den Ofen, zwischendurch wenden
- Sellerie putzen und in kleine Würfel schneiden
- Möhren waschen, putzen, vierteln und auch in Würfel schneiden
- das Grüne vom Lauch abschneiden, putzen, in Ringe schneiden und waschen
- das Mett mit etwas Rapsöl in einem großen Topf anbraten
- Paprika waschen, schälen und in große Stücke schneiden
- Zucchini waschen, halbieren und kleinschneiden
- wenn das Mett beginnt die Farbe zu verändern (ich lasse es nicht zu dunkel werden), Möhren, Sellerie und Paprika hinzufügen, bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel weiterkochen
- die Tomaten schälen und in grobe Stücke schneiden
- das restliche Gemüse hinzufügen, aufkochen und dann bei geschlossenem Deckel und etwas Geduld so 15 Minuten köcheln lassen
- je 2 EL Liebstöckel und Kräutersalz, 1 EL Koriander, Salz, Pfeffer und Wasser nach Geschmack, außerdem Kokosmilch hinzufügen, noch ca. 10 Minuten weiterköcheln lassen
- zum Schluss abschmecken und den Ofenkürbis unterheben.
Tipps: Ich nehme das Weiße vom Lauch, geschälte Paprika und Tomaten wegen der besseren Verträglichkeit. Was ihr besser vertragt, oder ob ihr vielleicht anderes Gemüse, z.B. auch Zwiebeln oder Knoblauch hinzufügen wollt, ist euch überlassen. Sicher schmeckt alles lecker. Ich finde, dass man in dieser Suppe echt keine Brühe braucht, weil alle Aromen durch die längere Kochzeit super ineinander ziehen. Außerdem sind in Brühe oft komische Sachen drin, die mir manchmal Bauchweh machen.
Viel Spaß beim Ausprobieren und geht echt Mal auf euren (Samstags-) Markt. Mich macht die Fülle an hiesigem Obst und Gemüse immer ganz glücklich und dankbar...und preiswert ist es auch:)
Enjoy your day,
Josie
Dienstag, 4. September 2018
Comfort Food: Keine Lasagne-Auflauf mit Zucchini-Kokoscreme
Ich weiß nicht, wie es euch geht. Aber ich habe manchmal das Gefühl, je weniger ich vertrage und je häufiger sich mein Crohn meldet, desto mehr denke ich ans Essen. So war es auch in den letzten Tagen, als ich Hunger auf Lasagne mit viel geschmolzenem Käse hatte. Gut, also Lasagne ist es nicht geworden, geschmolzener Käse sowieso nicht, aber ein anderer superleckerer, schmackhafter Auflauf, der uns ziemlich glücklich gemacht hat und mild, glutenfrei, milchfrei und paläo war.
Die Zutaten für 4 Portionen:
750g Schweinegehacktes, ca. 24 Cherrytomaten, 7 mittelgroße Zucchini, 5 kleinere Möhren, 2 Stangen Lauch, 200ml Kokosmilch, 1 Handvoll frisches Basilikum, Salz, Pfeffer, 2-3 EL Oregano, 2-3 EL Sesam, 1 El Nährhefe
- Ofen auf 180° Grad vorheizen
- 5 Zucchini in Stücke schneiden und mit etwas Salzwasser ca. 20 Minuten köcheln lassen
- restliche Zucchini, Möhren waschen, putzen, kleinraspeln
- nur das Weiße vom Lauch (für die bessere Verträglichkeit) halbieren und in halbe Ringe schneiden, waschen und abtropfen lassen
- Gehacktes vorsichtig anbraten (hier würden sicher auch Sojaschnetzel für eine vegetarische Variante schmecken), salzen und pfeffern
- das Gemüse hinzufügen, aufkochen lassen, dann bei niedriger Hitze und geschlossenem Deckel ca. 15 Minuten garen lassen, dabei mehrfach umrühren, Oregano und Nährhefe hinzufügen und mit Salz und Pfeffer abschmecken
- Wasser von den gekochten Zucchini abschütten
- Zucchini mit Kokosmilch pürieren
- Basilikum kleinscheiden und unterheben, nochmals kurz pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken
- Fleischsoße in eine Auflaufform geben, Zucchinisoße darüber geben, mit Sesam bestreuen und in den Ofen geben
- wenn alles schön blubbert, Soße und Sesam leicht gebräunt sind, ist der Auflauf fertig
Tipp: Gemüse wie Aubergine, Pilze, Paprika, Zwiebeln, Knoblauch etc. schmecken bestimmt auch super, vertrage ich aber im Moment nicht gut. Statt mit Kokosmilch könnte man die Zucchini sicher auch gut mit Mandelmilch und -mus pürieren. Und 250g fertig gekochte Nudeln (z.B. Fusili) unter die Gehacktessoße gemischt, macht das Ganze gehaltvoller und sättigender und schmeckt bestimmt auch gut.
Lasst es euch schmecken!
Bis bald,Josie
Die Zutaten für 4 Portionen:
750g Schweinegehacktes, ca. 24 Cherrytomaten, 7 mittelgroße Zucchini, 5 kleinere Möhren, 2 Stangen Lauch, 200ml Kokosmilch, 1 Handvoll frisches Basilikum, Salz, Pfeffer, 2-3 EL Oregano, 2-3 EL Sesam, 1 El Nährhefe
- Ofen auf 180° Grad vorheizen
- 5 Zucchini in Stücke schneiden und mit etwas Salzwasser ca. 20 Minuten köcheln lassen
- restliche Zucchini, Möhren waschen, putzen, kleinraspeln
- nur das Weiße vom Lauch (für die bessere Verträglichkeit) halbieren und in halbe Ringe schneiden, waschen und abtropfen lassen
- Gehacktes vorsichtig anbraten (hier würden sicher auch Sojaschnetzel für eine vegetarische Variante schmecken), salzen und pfeffern
- das Gemüse hinzufügen, aufkochen lassen, dann bei niedriger Hitze und geschlossenem Deckel ca. 15 Minuten garen lassen, dabei mehrfach umrühren, Oregano und Nährhefe hinzufügen und mit Salz und Pfeffer abschmecken
- Wasser von den gekochten Zucchini abschütten
- Zucchini mit Kokosmilch pürieren
- Basilikum kleinscheiden und unterheben, nochmals kurz pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken
- Fleischsoße in eine Auflaufform geben, Zucchinisoße darüber geben, mit Sesam bestreuen und in den Ofen geben
- wenn alles schön blubbert, Soße und Sesam leicht gebräunt sind, ist der Auflauf fertig
Tipp: Gemüse wie Aubergine, Pilze, Paprika, Zwiebeln, Knoblauch etc. schmecken bestimmt auch super, vertrage ich aber im Moment nicht gut. Statt mit Kokosmilch könnte man die Zucchini sicher auch gut mit Mandelmilch und -mus pürieren. Und 250g fertig gekochte Nudeln (z.B. Fusili) unter die Gehacktessoße gemischt, macht das Ganze gehaltvoller und sättigender und schmeckt bestimmt auch gut.
Lasst es euch schmecken!
Bis bald,Josie
Freitag, 17. August 2018
Griechische Inseln: das Atrium Prestige auf Rhodos
Ich sitze hier, gerade aus dem Urlaub nach Hause gekommen und kann noch gar nicht glauben, dass dieser schon vorbei ist. Wieder haben Wetter, Wasser und Ouzo es gut mit uns gemeint und es waren ruhige, entspannte, wunderbare Wochen. Wieder in Griechenland, diesmal auf Rhodos.
Das Atrium Prestige ist ein unglaublich tolles, weitläufiges Hotel, direkt am Meer, das keine Wünsche offen lässt. Glaube ich. Denn weil es direkt am Meer war, waren wir jeden Tag von morgens bis abends am Strand, haben dem Rauschen des Meeres gelauscht, gelesen und uns gerne zwischendurch mit ein wenig Melone abgekühlt. Dass es ein Spa und einen Fitnessraum und bestimmt noch andere tolle Dinge gab, hat uns dabei echt nicht interessiert.
Da das Hotel in der Nähe von Lachania, in the middle of nowhere, gelegen ist, gab es fußläufig keine Tavernen oder ähnliches, weshalb wir mittags immer in der hoteleigenen Bar gegessen haben. Mein Bauch war zwar weiterhin bzw. wie immer im Urlaub verstärkt, ein Problem, glutenfrei zu essen aber nicht. So aß ich mich durch grünen Salat mit Äpfeln, Walnüssen und Tahinidressing, mediterranes im Ofen gebackenes Gemüse mit Halloumi, griechischen Salat, Omelett mit Gemüse und selbst gemachten Pommes. Alles war total lecker, erschwinglich und mit Blick auf das Meer fast paradiesisch.
Da das Hotel in der Nähe von Lachania, in the middle of nowhere, gelegen ist, gab es fußläufig keine Tavernen oder ähnliches, weshalb wir mittags immer in der hoteleigenen Bar gegessen haben. Mein Bauch war zwar weiterhin bzw. wie immer im Urlaub verstärkt, ein Problem, glutenfrei zu essen aber nicht. So aß ich mich durch grünen Salat mit Äpfeln, Walnüssen und Tahinidressing, mediterranes im Ofen gebackenes Gemüse mit Halloumi, griechischen Salat, Omelett mit Gemüse und selbst gemachten Pommes. Alles war total lecker, erschwinglich und mit Blick auf das Meer fast paradiesisch.
Wem diese Auswahl nicht groß genug scheint, der warte mal ab, was es zum Abendessen gab:) Wir saßen jeden Abend draußen, weil so viel Platz war (und weil wir immer pünktlich um 19h mit großem Hunger auf Einlass warteten). Das Buffet war, jeden Tag thematisch, mit unglaublichen Köstlichkeiten bestückt. So gab es am Fischabend z.B. Lachstartar oder Garnelen mit Avocadosalat zur Vorspeise, dazu alle möglichen Salate oder Suppen für die Suppenkasper unter uns. In der Showküche konnte man sich, wenn man mochte, dann auch noch Garnelen oder Fisch frisch braten lassen oder, falls man keine Lust auf Buffet hatte, konnte man jeden Abend zwischen drei Gerichten wählen, die einem am Platz serviert wurden. Auf die Art und Weise bin ich an zwei Abenden auch zu glutenfreier Pasta gekommen. Häufiger hatte ich allerdings auf Pasta oder ähnliches gar keinen Hunger. Zu lecker war es auch so, z.B. am griechischen, rhodischen oder mediterranem Abend mit frischen, lokalen Gerichten, wie z.B. Lamm mit griechischen Kräutern aus dem Ofen, Hähnchengyros oder mediterranes Gemüse mit Feta überbacken, die mein Herz höher schlagen ließen. Obwohl ich natürlich nicht alles essen durfte, gab es trotzdem jeden Abend mehr als genug, aus dem ich auswählen konnte. Die netten Köche, die mich jeden Abend begrüßten und durch das Buffet führten, wurden außerdem nicht müde darauf hinzuweisen, dass sie mir auch alles extra kochen würden, so ich denn wollte. Gf war für sie überhaupt kein Problem, auch mit Kontamination kannten sie sich bestens aus.
Gefrühstückt habe ich, wie immer, nicht. Am letzten Tag konnte ich mich aber davon überzeugen, dass auch das Frühstücksbuffet reichlich war und ich gf Muffins, Kuchen oder Brot hätte bestellen können. Alles im Konjunktiv, denn ich hab um die Frühstückszeit immer noch selig geschlummert (wenn nicht im Urlaub, wann dann?!).
Zum Hotel gehörte außerdem ein kleiner Supermarkt, in dem wir uns mit Wasser und Snacks versorgten. Hier fiel mir auf, dass vieles im Unterschied zu den letzten Jahren als gf gekennzeichnet waren: Chips, Flips, Reiswaffeln, Nüsse in Sesamkruste, Eis. Genug, um sich über Wasser zu halten, wenn man mal nicht mittags in die Bar Essen gehen wollte.
Und jetzt? Jetzt lausche ich dem Regen (statt dem Meer), habe das Licht an (anstatt mich vor der Sonne zu schützen) und trinke Leber-Galle-Tee (anstatt Ouzo) :) Aber egal, es war so schön, dass ich über diese Kleinigkeiten großzügig hinwegsehen kann...
...und mich auf nächstes Jahr freue, wenn es wieder heißt: Kalimera Hellas!
Bis bald,
eure Josie
Montag, 29. Januar 2018
Immer schön (hafer-) flockig bleiben!
Vor kurzem fragte mich eine Freundin, ob ich wohl schon mal Haferflocken zum Frühstück gegessen hätte? Die wären ja so lecker und würden total lange satt halten. Ich glaube ich sah in dem Moment ziemlich geschockt aus, denn, wenn es ein Nahrungsmittel gibt, das mich schon mein Leben lang begleitet, dann sind es wohl Haferflocken.
Dabei hatten sie es echt nicht immer leicht, um zwischen den ganzen ach so coolen Alternativfrühstücken zu bestehen: Frosties, Choco Pops, Marmeladenbrötchen, Nutella... als Kind fand ich das manches mal die attraktivere Alternative. Nur um immer wieder festzustellen, dass es mir danach oft deutlich schlechter ging, als vorher (wobei ich ja schon drüber geschrieben habe, dass ich 1. eh nie gerne gefrühstückt habe und 2. lange nicht wusste, weshalb ich nach Brötchen so oft Kreislaufprobleme hatte... bis die Zöliakiediagnose feststand).
Heute bin ich total dankbar für mein persönliches "Wunderkorn". Denn ich habe Glück: meistens vertrage ich Haferflocken ziemlich gut, was nicht bei allen Zölis der Fall ist, weil in ihr ein dem Gluten ähnliches Eiweiß, das Avenin, steckt. Und natürlich, wenn ich von Haferflocken spreche, dann natürlich von ausdrücklich als "glutenfrei" Deklarierten. Denn auch, wenn Hafer glutenfrei ist, so kommt es doch ganz häufig zu Verunreinigungen (Kontamination) durch Weizen oder Gerste, was sie für uns dann unverträglich macht.
Aber auch für meinen Morbus Crohn-traktierten Magen-Darm-Trakt sind die Haferflocken ganz wunderbar. Egal, ob ich mich vorwiegend flüssig ernähre und sie mir in einen Shake oder Oatmeal Latte packe (Alles flüssig, oder was?!) oder ob ich sie als Müsliriegel oder als Porridge zu mir nehme, sie sind sanft zu meinem Darm, schmecken mir gut, halten lange vor und geben mir Kraft. Dabei liefern sie viel Vitamin B, Zink, Eiweiß und sogar entzündungshemmende Stoffe.
Müsliriegel (1 rechteckige Form, ca. 20x30cm, 16-20 Stücke):
4 reife, fast schon eklige Bananen, 3 EL Kokosöl, 150g gf Haferflocken, 50g Quinoapops, 30g Sesam, 20g Chiasamen, 50g Sonnenblumenkerne, 4 EL Nussmus, 4-6 EL Ahorn- oder Reissirup, 2 TL Zimt, 200g getrocknete Früchte (z.B. Sauerkirschen) und sonstige add-ins (z.B. Kakaonibs, Pekannüsse, Apfelstückchen)
- den Backofen für weichere Riegel auf 180° Umluft vorheizen, für knusprigere Riegel auf 200° Ober- und Unterhitze vorheizen
- Bananen mit einer Gabel zerdrücken, 3 EL Kokosöl schmelzen
- Bananen und alle übrigen Zutaten vermengen (geht auch gut mit einem Esslöffel)
- Form mit Backpapier auslegen, Masse reingeben und glattstreichen
- für weichere Riegel: 30 Minuten backen, für knusprigere: 35 Minuten backen bis sie goldbraun sind
- in der Form auskühlen lassen, dann in Stücke schneiden
- Tipp: Statt Sauerkirschen schmecken auch Rosinen oder getrocknete Aprikosenstücke. Andere Nüsse, Samen, Pops, Flocken schmecken ebenfalls sehr gut in den Riegeln!
- Enjoy:)
Porridge (für eine große oder zwei kleine Portionen):
5 EL Haferflocken, 1 TL Kokosöl, 200-220ml Wasser, je 1 Prise Salz, Pfeffer, Kurkuma, 1 TL Zimt, 1TL Süße (z.B. Ahorn- oder Kokosblütensirup) und zum Pimpen, z.B.: extra Sirup, Nussmus, Kokosjoghurt, (selbsstgemachte) Marmelade, geröstete Mandelblättchen, Kakaonibs, Banane, Blaubeeren
- Kokosöl in einem kleinen Topf erhitzen, Haferflocken, Gewürze, Salz und Pfeffer hinzugeben und anrösten
- mit dem Wasser ablöschen, aufkochen und dann bei kleiner Hitze und Rühren ca. 5 Minuten köcheln lassen
- evtl. in der Zwischenzeit Mandelblättchen anrösten
- Porridge in eine Schale geben und z.B. mit Ahornsirup, Mandelblättchen und Kokosjoghurt toppen
- Guten Appetit!
Ich bin gespannt, wie euch die Sachen schmecken...
...und wünsche euch noch einen (hafer-) flockigen Tag!
Eure Josie
Dabei hatten sie es echt nicht immer leicht, um zwischen den ganzen ach so coolen Alternativfrühstücken zu bestehen: Frosties, Choco Pops, Marmeladenbrötchen, Nutella... als Kind fand ich das manches mal die attraktivere Alternative. Nur um immer wieder festzustellen, dass es mir danach oft deutlich schlechter ging, als vorher (wobei ich ja schon drüber geschrieben habe, dass ich 1. eh nie gerne gefrühstückt habe und 2. lange nicht wusste, weshalb ich nach Brötchen so oft Kreislaufprobleme hatte... bis die Zöliakiediagnose feststand).
Heute bin ich total dankbar für mein persönliches "Wunderkorn". Denn ich habe Glück: meistens vertrage ich Haferflocken ziemlich gut, was nicht bei allen Zölis der Fall ist, weil in ihr ein dem Gluten ähnliches Eiweiß, das Avenin, steckt. Und natürlich, wenn ich von Haferflocken spreche, dann natürlich von ausdrücklich als "glutenfrei" Deklarierten. Denn auch, wenn Hafer glutenfrei ist, so kommt es doch ganz häufig zu Verunreinigungen (Kontamination) durch Weizen oder Gerste, was sie für uns dann unverträglich macht.
Aber auch für meinen Morbus Crohn-traktierten Magen-Darm-Trakt sind die Haferflocken ganz wunderbar. Egal, ob ich mich vorwiegend flüssig ernähre und sie mir in einen Shake oder Oatmeal Latte packe (Alles flüssig, oder was?!) oder ob ich sie als Müsliriegel oder als Porridge zu mir nehme, sie sind sanft zu meinem Darm, schmecken mir gut, halten lange vor und geben mir Kraft. Dabei liefern sie viel Vitamin B, Zink, Eiweiß und sogar entzündungshemmende Stoffe.
Müsliriegel (1 rechteckige Form, ca. 20x30cm, 16-20 Stücke):
4 reife, fast schon eklige Bananen, 3 EL Kokosöl, 150g gf Haferflocken, 50g Quinoapops, 30g Sesam, 20g Chiasamen, 50g Sonnenblumenkerne, 4 EL Nussmus, 4-6 EL Ahorn- oder Reissirup, 2 TL Zimt, 200g getrocknete Früchte (z.B. Sauerkirschen) und sonstige add-ins (z.B. Kakaonibs, Pekannüsse, Apfelstückchen)
- den Backofen für weichere Riegel auf 180° Umluft vorheizen, für knusprigere Riegel auf 200° Ober- und Unterhitze vorheizen
- Bananen mit einer Gabel zerdrücken, 3 EL Kokosöl schmelzen
- Bananen und alle übrigen Zutaten vermengen (geht auch gut mit einem Esslöffel)
- Form mit Backpapier auslegen, Masse reingeben und glattstreichen
- für weichere Riegel: 30 Minuten backen, für knusprigere: 35 Minuten backen bis sie goldbraun sind
- in der Form auskühlen lassen, dann in Stücke schneiden
- Tipp: Statt Sauerkirschen schmecken auch Rosinen oder getrocknete Aprikosenstücke. Andere Nüsse, Samen, Pops, Flocken schmecken ebenfalls sehr gut in den Riegeln!
- Enjoy:)
Porridge (für eine große oder zwei kleine Portionen):
5 EL Haferflocken, 1 TL Kokosöl, 200-220ml Wasser, je 1 Prise Salz, Pfeffer, Kurkuma, 1 TL Zimt, 1TL Süße (z.B. Ahorn- oder Kokosblütensirup) und zum Pimpen, z.B.: extra Sirup, Nussmus, Kokosjoghurt, (selbsstgemachte) Marmelade, geröstete Mandelblättchen, Kakaonibs, Banane, Blaubeeren
- Kokosöl in einem kleinen Topf erhitzen, Haferflocken, Gewürze, Salz und Pfeffer hinzugeben und anrösten
- mit dem Wasser ablöschen, aufkochen und dann bei kleiner Hitze und Rühren ca. 5 Minuten köcheln lassen
- evtl. in der Zwischenzeit Mandelblättchen anrösten
- Porridge in eine Schale geben und z.B. mit Ahornsirup, Mandelblättchen und Kokosjoghurt toppen
- Guten Appetit!
Ich bin gespannt, wie euch die Sachen schmecken...
...und wünsche euch noch einen (hafer-) flockigen Tag!
Eure Josie
Donnerstag, 11. Januar 2018
Oberleckere Brokkolisuppe
Während ich an einem anderen Blogeintrag seit Wochen rumschreibe und irgendwie nicht fertig werde, ist es doch fast eine Erleichterung, dass es hiermit jetzt mal ganz schnell muss. Denn nachdem ich heute ein Bild meiner leckeren Brokkolisuppe gepostet habe, bin ich von verschiedener Seite ganz dringend nach dem Rezept gefragt worden. Und damit das nicht wieder untergeht und (un)wichtigeres oder so dazwischenkommt: ohne viel Tamtam, hier ist es.
Für 4 Portionen:
2 Packungen TK-Brokkoli, 1/2-1 grüne Chilischote ohne Kerne (mild!), 1 Glas weiße Bohnen, 4 EL Mandelmus, 1 gehäufter TL Thymian, 2 EL Olivenöl, 1-2 EL Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer, Wasser
- Chilischote waschen, klein schneiden und in Öl andünsten
- Brokkoli dazugeben, mit Wasser auffüllen (ca. ein 3/4l, aber gib lieber nicht zuviel dazu, damit die Suppe nicht zu dünn wird!), Brühepulver dazugeben und ca. 15 Minuten köcheln lassen
- Bohnen abtropfen lassen und dazugeben, aufkochen lassen
- pürieren, Mandelmus dazugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken und ggfs. mit etwas Wasser auffüllen und nochmal den Pürierstab in die Suppe halten, damit sich alles gut vermischt
- dazu ein paar Granatapfelkerne und ein paar geröstete Mandelblättchen und fertig ist das, wie ich finde, seeehr zufriedenstellende Mittagessen:)
Lasst es euch gut schmecken und bis bald!
So long,
Josie
Samstag, 16. Dezember 2017
Freiburg - die (glutenfreie) Metropole im Breisgau
...so, bzw. so ähnlich, kündigte die Deutsche Bahn den Halt in Freiburg an, das wir schon vor einigen Monaten, nämlich im Frühjahr, besuchten. Ich musste ein bisschen schmunzeln, denn auch wenn ich Freiburg von einem früheren Besuch in bester Erinnerung behalten hatte, als Metropole war es mir irgendwie nie vorgekommen:)
Das sollte sich in den nächsten Tagen zumindest bezügliche des Essens ändern. Denn wir hatten schönstes Wetter und genossen Spaziergänge an der Dreisam und durch die Stadt und Erklommen ganz heldenhaft den 455,9m hohen Schlossberg, um einen tollen Blick über Freiburg und Umgebung zu genießen. Das alles machte uns Flachländer natürlich sehr hungrig und da es mir nach meinem Krankenhausaufenthalt darmtechnisch etwas besser ging, machten wir uns auf die Jagd nach gf Essen.
...und landeten am nächsten Tag im Kebabimbiss "Euphrat". Ganz stilecht wie zu Studentenzeiten kehrten wir hier mittags ein, nachdem mein Freund mir die Uni und die Institute, in denen er als Student vor langer, langer Zeit ;) ein- und ausgegangen war, gezeigt hatte. Erst wollte ich nichts essen, weil ich, wie immer in Imbissen skeptisch wegen möglicher Kontaminationsrisiken war. Aber da das Fleisch gf war und gerade sämtliche Schüsseln und Löffel frisch ausgetauscht wurden und ich um besondere Vorsicht im Umgang damit bat, konnte ich es doch riskieren. Nicht umsonst, denn so kam ich in den Genuss von unglaublich leckerem Kalbkebab und türkischen Vorspeisen. Dass ich dazu kein Brot hatte, machte überhaupt nichts, denn es war auch so reichlich und für mich eigentlich zu viel. Seht selbst:
Danach ging erstmal nichts mehr und ich brauchte einen Mittagsschlaf. Um genau zu sein: wie eine vollgefressene Boa lag ich für mehrere Stunden in meinem Bett und fragte mich, ob ich mich je wieder bewegen könnte?!
Zum Glück konnte ich. Und so ging es weiter durch Freiburg und abends zum Fußball ins schöne irische Pub. Ohne Essen, denn ich merkte, dass meinem Darm das ganze fremde Essen nicht so gut bekam und er zwischendurch auch deutlich Pausen einforderte. Diese verlängerte sich am nächsten morgen etwas unfreiwillig als wir eigentlich in einem nahegelegenen Cafe, das mit gf Frühstück warb, frühstücken wollten, ich wegen möglicher Kontamination und fehlendem Entgegenkommen des Personals aber unsicher war und wir deshalb schnell wieder gingen und von da ab nur noch im Hotel Paradies, wo wir gut wohnten, frühstückten (wobei ich hier darum bat, dass mein mitgebrachtes Brot zum Rührei aufgebacken wurde, was kein Problem war).
Das Kartoffelhaus, von dem ich schon so viel Gutes gelesen hatte, war dann am frühen Abend unser nächster Stop. Mir wurde sofort eine Karte mit gf Gerichten gebracht und während ich ein gf Bier trank, suchte ich mir leckeren Spargel mit gf Hollandaise und Beilagen aus. Hier ist man echt komplett auf Zölis eingestellt und wir aßen lecker, völlig entspannt und sorglos.
Unser letzter Stopp am Abend vor unserer Rückreise war dann das Herrmann am Freiburger Hauptbahnhof. Wir saßen draußen und ließen uns ein laues Lüftchen um die Nase wehen. Dann gab es Tomatensuppe und den ersten gf Flammkuchen meines Lebens, mit Ziegenkäse, Walnüssen und Honig. Ich hätte mich reinlegen können, so lecker war er (dass ich mich heute, Monate später so genau noch daran erinnere, spricht ja für sich).
Er hat ein bisschen gedauert, mein Bericht von Freiburg, auch, weil es mir ein bisschen schwerfiel, über das ganze leckere Essen zu schreiben, während ich in den letzten Monaten wieder so viel schlechter, weniger und eingeschränkter essen konnte, weil der Crohn einfach nur macht, was er will. Aber jetzt, wo sich das Jahr langsam dem Ende nähert, freue ich mich, nochmal an unsere schöne kurze Reise nach Freiburg zu denken. Denn es war warm, schön, beschaulich...und hatte tatsächlich etwas von einer gf-Metropole.
Lasst es euch, in Freiburg oder wo auch immer ihr seid, gutgehen!
Schöne vorweihnachtliche Tage noch,
Josie
Das sollte sich in den nächsten Tagen zumindest bezügliche des Essens ändern. Denn wir hatten schönstes Wetter und genossen Spaziergänge an der Dreisam und durch die Stadt und Erklommen ganz heldenhaft den 455,9m hohen Schlossberg, um einen tollen Blick über Freiburg und Umgebung zu genießen. Das alles machte uns Flachländer natürlich sehr hungrig und da es mir nach meinem Krankenhausaufenthalt darmtechnisch etwas besser ging, machten wir uns auf die Jagd nach gf Essen.
Lange musste wir jedoch eigentlich nicht jagen, denn ich hatte mich vorher schon mit empfohlenen Adressen eingedeckt, war also für den kleinen und großen Hunger vorbereitet. Und so ging es los: im Burger Chalet aß ich einen superleckeren, frischen Cheeseburger und dazu seit Ewigkeiten mal wieder den ersten Salat (leider sollte es für dieses Jahr auch der letzte sein). Da ich eh nicht so große Portionen essen kann und soll, fand ich es auch ohne Brötchen richtig lecker. Wer allerdings auf seinem Burgerbrötchen besteht, der sollte im Burger Chalet ca. 1 Stunde vor seinem Essen Bescheid sagen, dann wird ein gf Brötchen aufgebacken. Gut gestärkt zogen wir weiter...
...und landeten am nächsten Tag im Kebabimbiss "Euphrat". Ganz stilecht wie zu Studentenzeiten kehrten wir hier mittags ein, nachdem mein Freund mir die Uni und die Institute, in denen er als Student vor langer, langer Zeit ;) ein- und ausgegangen war, gezeigt hatte. Erst wollte ich nichts essen, weil ich, wie immer in Imbissen skeptisch wegen möglicher Kontaminationsrisiken war. Aber da das Fleisch gf war und gerade sämtliche Schüsseln und Löffel frisch ausgetauscht wurden und ich um besondere Vorsicht im Umgang damit bat, konnte ich es doch riskieren. Nicht umsonst, denn so kam ich in den Genuss von unglaublich leckerem Kalbkebab und türkischen Vorspeisen. Dass ich dazu kein Brot hatte, machte überhaupt nichts, denn es war auch so reichlich und für mich eigentlich zu viel. Seht selbst:
Danach ging erstmal nichts mehr und ich brauchte einen Mittagsschlaf. Um genau zu sein: wie eine vollgefressene Boa lag ich für mehrere Stunden in meinem Bett und fragte mich, ob ich mich je wieder bewegen könnte?!
Zum Glück konnte ich. Und so ging es weiter durch Freiburg und abends zum Fußball ins schöne irische Pub. Ohne Essen, denn ich merkte, dass meinem Darm das ganze fremde Essen nicht so gut bekam und er zwischendurch auch deutlich Pausen einforderte. Diese verlängerte sich am nächsten morgen etwas unfreiwillig als wir eigentlich in einem nahegelegenen Cafe, das mit gf Frühstück warb, frühstücken wollten, ich wegen möglicher Kontamination und fehlendem Entgegenkommen des Personals aber unsicher war und wir deshalb schnell wieder gingen und von da ab nur noch im Hotel Paradies, wo wir gut wohnten, frühstückten (wobei ich hier darum bat, dass mein mitgebrachtes Brot zum Rührei aufgebacken wurde, was kein Problem war).
Das Kartoffelhaus, von dem ich schon so viel Gutes gelesen hatte, war dann am frühen Abend unser nächster Stop. Mir wurde sofort eine Karte mit gf Gerichten gebracht und während ich ein gf Bier trank, suchte ich mir leckeren Spargel mit gf Hollandaise und Beilagen aus. Hier ist man echt komplett auf Zölis eingestellt und wir aßen lecker, völlig entspannt und sorglos.
Unser letzter Stopp am Abend vor unserer Rückreise war dann das Herrmann am Freiburger Hauptbahnhof. Wir saßen draußen und ließen uns ein laues Lüftchen um die Nase wehen. Dann gab es Tomatensuppe und den ersten gf Flammkuchen meines Lebens, mit Ziegenkäse, Walnüssen und Honig. Ich hätte mich reinlegen können, so lecker war er (dass ich mich heute, Monate später so genau noch daran erinnere, spricht ja für sich).
Er hat ein bisschen gedauert, mein Bericht von Freiburg, auch, weil es mir ein bisschen schwerfiel, über das ganze leckere Essen zu schreiben, während ich in den letzten Monaten wieder so viel schlechter, weniger und eingeschränkter essen konnte, weil der Crohn einfach nur macht, was er will. Aber jetzt, wo sich das Jahr langsam dem Ende nähert, freue ich mich, nochmal an unsere schöne kurze Reise nach Freiburg zu denken. Denn es war warm, schön, beschaulich...und hatte tatsächlich etwas von einer gf-Metropole.
Lasst es euch, in Freiburg oder wo auch immer ihr seid, gutgehen!
Schöne vorweihnachtliche Tage noch,
Josie
Samstag, 25. November 2017
Comfort Food: vietnamesische Pho
Nach den Unmengen an pürierten Suppen in den letzten Monaten, war damit vor ein paar Wochen Schluss. Ich konnte sie einfach nicht mehr riechen, geschweige denn schlucken. Also bin ich ergänzend zu Infusionen und Fresubin auf Kraftsuppen (mit endlich wieder kaubarer) Einlage umgestiegen. Die gab es bei uns früher im Herbst oft, auch, weil sie so schön stärkend sind, besonders nach den leidigen Atemwegserkrankungen in Herbst und Winter, die mich auch jetzt wieder plagen (vielleicht auch, weil mein Immunsystem durch Cortison und Entyvio ganz schön auf die Probe gestellt wird). Meine Zähne haben sich jedenfalls gefreut ihrer naturgegebenen Aufgabe nachkommen zu können und auch meinem Bauch scheinen sie gut zu tun, denn immerhin der Magen wird endlich besser:) Vielleicht, weil sie trotzdem sanft und mild sind, vielleicht aber auch, weil die Gelatine, die sich in den Markknochen befindet, gut für die Darmwände sein soll, sie schmiert und ihr zu heilen hilft. Das habe ich mehrfach gehört und gelesen, ob es stimmt kann ich nicht sagen, denn ich bin ja weder Ärztin noch Chemikerin. Fakt ist, die Suppen sind lecker und wärmen Körper und Seele.
Und das gilt auch für diese Pho, die ich heute zum ersten Mal und ziemlich nach Gefühl selbst gemacht habe und die superyummy ist. Dabei habe ich mich an die Gewürze gehalten, die auch der Vietnamese meines Vertrauens in seine Suppe gibt: Sternanis, Zimtstangen, Muskatnuss u.a. Hört sich vielleicht etwas weihnachtlich an, aber wenn das ganze schön gemütlich so sechs Stunden vor sich hingeköchelt hat, dann hat die Brühe ein tolles Aroma und man kann eigentlich damit machen, was man möchte. Ich habe Beinscheibe mitgekocht, das Fleisch vom Knochen gelöst und dazugegeben, außerdem das Mark aus den Markknochen und...ach, am besten schaut ihr euch meine genaue Anleitung unten an. Zur Entspannung behaltet im Kopf, dass es sicher nicht schlimm ist, wenn ihr nicht die genauen Mengenangaben einhaltet oder etwas weglasst oder was anderes reingebt. Dann schmeckt die Suppe vielleicht anders, bestimmt aber nicht schlechter. Ach und noch was: wenn ihr die Zutaten seht, denkt ihr evtl., dass die Suppe ja viel zu scharf ist. Aber Chili und Ingwer werden im ganzen mitgeköchelt und, ich zumindest, gebe sie auch zum Schluss nur für ein wenig Aroma in die Schale und esse sie nicht mit. Aber das könnt ihr natürlich halten, wie ihr möchtet...
Für ca. 3l braucht ihr:
1kg Markknochen und 2-3 Beinscheiben (vom besten Bio), 1 Stück Ingwer, doppelt so dick wie euer Daumen, 1 Gemüsezwiebel, 2-3 EL Rohrohrzucker, 1 Päckchen Zimtstangen (also 3-4), 2-3 Muskatnüsse, 10 Sternanis, 1 TL Koriandersamen, 1 große, milde Chilischote, 3 Liter Wasser, Salz, Pfeffer; Reisnudeln pro Person (nach Belieben und Hunger, 50g sind sicher nicht für jede genug), 1 Bund Frühlingszwiebeln, 1 weitere große, milde Chilischote, Sojasprossen, Koriander, 2 Möhren, Sojasauce
- 3 Liter Wasser aufkochen, Markknochen und Beinscheibe reingeben und dann 3-4 Stunden auf niedriger Stufe köcheln lassen, zwischendurch den Schaum auf der Oberfläche mit einer Kelle abschöpfen
- dann Ingwer, halbierte Gemüsezwiebel, Zucker, Zimtstangen, Muskatnüsse, Sternanis, Chilischote hinzugeben, aufkochen und weitere 2-3 Stunden köcheln lassen
- restliches Gemüse putzen, Möhren halbieren und in feine Stifte schneiden, Korianderblätter abzupfen, 2. Chilischote in dünne Scheiben schneiden, das Grün der Frühlingszwiebeln wegwerfen, den Rest in dünne Ringe schneiden, Reisnudeln 2 Minuten in sprudelndem Wasser kochen, abgießen, mit kaltem Wasser abschrecken und mit einer Schere ggfs. klein schneiden
- Fleisch und Markknochen rausnehmen, Suppe durch ein feines Sieb abseihen
- Fleisch zerpflücken, Mark rauslöffeln und zusammen mit den Möhren wieder zur Suppe geben, aufkochen und nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen
- Reisnudeln, ein paar Sojasprossen, Chili- und Frühlingszwiebelringe in die Schale(n) geben, Fleisch und Brühe darüber verteilen, mit Salz und/ oder Tamari abschmecken
- geniiiießen:)!
- was in der Suppe bestimmt auch noch schmeckt: Pilze, kleine Maiskölbchen, Garnelen oder Tofu statt Fleisch, ein Spritzer Zitrone
Ich hoffe, euch schmeckt die Suppe so gut wie mir und stärkt euch, um diesem useligen Wetter die Stirn zu bieten!
Bis ganz bald,
Josie
Montag, 9. Oktober 2017
Kokosmilch-Süßkartoffel-Gemüseeintopf
"Das ist alles nur in meinem Kopf, alles nur in meinem Kopf"...von wem dieses Lied ist, weiß ich gar nicht, aber es erinnerte mich eben daran, dass ich dringend mal wieder einen Blogeintrag schreiben wollte. Viel zu viele Einträge-to-be sind in den letzten Monaten nur in meinem Kopf geblieben, verblasst, verschwunden. Dabei sind die Vorsätze gut, aber das Fleisch, auch aufgrund des nicht enden wollenden Schubes, zu schwach. Warum auch immer, begleiten ihn dieses Mal zusätzlich zur Polyneuropathie auch starke Gelenk- und Gliederschmerzen und ich bin oft einfach zu platt und ehrlich gesagt auch etwas zu frustriert, um einen fluffigen Artikel zu schreiben. So viele Dinge sind von meinem Speiseplan gestrichen und selbst die Lebensmittel, die sich als eher gut herausstellen, gehen an einem Tag und am anderen nicht. Es ist suboptimal. Aber genug gejammert. Denn dieser Eintopf ist wirklich lecker, sieht schön aus und ist reichhaltig (was für mich im Moment wichtig ist, weil ich nur selten und dann kleine Portionen essen kann). Ich habe ihn "so" gegessen, aber mit Reis oder Quinoa ist er wie ein Curry und ergibt 4-6 Portionen.
Zutaten:
3 Zitronengrasstängel, 2 Süßkartoffeln, 2 Paprika, 2 Zucchini, 2 Möhren, 1 Stück Ingwer, 3 Dosen Kokosmilch, 1 Packung Koriander, Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Öl oder Ghee, Wasser nach Bedarf
- Süßkartoffeln schälen, würfeln, Ingwer in Scheiben schneiden und beides kurz in Öl anschwitzen
- die äußeren Blätter vom Zitronengras entfernen, waschen und mit dem Messer einritzen
- Kokosmilch zu Süßkartoffeln und Ingwer hinzufügen, ebenso das Zitronengras, aufkochen lassen und dann bei kleiner Hitze ca. 15 Minuten köcheln lassen
- währenddessen das restliche Gemüse waschen, putzen, klein schneiden
- die Suppe mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss abschmecken, pürieren
- dann erst das restliche Gemüse hinzugeben, Eintopf aufkochen lassen und weitere 15-20 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen
- währenddessen Koriander klein hacken
- Eintopf abschmecken, je nach Wunsch so lassen oder mit Wasser etwas verdünnen und Koriander hinzugeben
- fertig:)
- wie gesagt, als Curry mit Reis oder Quinoa schmeckt der Eintopf bestimmt auch richtig gut; andere Gemüsesorten, die ihr vertragt, kann ich mir auch vorstellen, z.B. Zuckerschoten, kleine Champignons, Auberginen, Zwiebel, Knoblauch, Chili...eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt
- um es ein bisschen crunchy zu haben und für die B-Vitamine, von denen ich grad viel zu wenig habe, habe ich noch Sesam und Meersalz angeröstet und zum Schluss drüber gegeben
Montag, 28. August 2017
Sommer, Sonne, Sonnenschein...und Zwetschgen-Mandelkuchen
Als ich bei herrlichem Wetter und viel Sonne am Samstag auf dem Markt war, lies ich meinen Blick über die ganzen leckeren Früchte und Gemüse schweifen. Es war alles so verführerisch! Weil im Moment aber so vieles reif ist und die Auswahl so unglaublich groß war und ich mich nicht entscheiden konnte, genehmigte ich mir erstmal einen Kaffee...und wurde schnell von einem lustig schreienden Marktschreier inspiriert: er hatte frische, reife, saftige Zwetschgen im Angebot und war sehr enttäuscht, als ich ihm davon nur 1kg und nicht 5kg abnahm. Dabei waren selbst das, wie ich hinterher feststellte, viel zu viele.
Ihr wundert euch vielleicht, dass ich mit meiner Fruktoseintoleranz und im Schub Zwetschgen essen kann? Ich mich auch. Aber erstens wunder ich mich eh immer, was ich alles nicht vertrage bzw. dann eben manchmal auch doch. Und zweitens ist die FI ja nicht angeboren und ich war im Krankenhaus ja ermutigt worden, immer wieder Früchte, in Kombination mit anderen Lebensmitteln auszuprobieren, mich nicht abschrecken zu lassen, wenn es mal schiefgeht und sie nicht alleine zu essen. Das habe ich im Urlaub auch brav probiert und während der Genuss von ein paar Weintrauben ziemlich nach hinten losgegangen ist (entschuldigt das Wortspiel), ist es das bei 2-3 Pflaumen eben nicht. Und so kam mir die Idee mit dem Kuchen...
Folgende Zutaten habe ich benutzt, aber ich bin mir sicher, dass der Kuchen auch mit anderen geriebenen Nüssen, einer anderen Zucker- bzw. Sirupart und auch anderen Früchten super schmeckt. Übrigens kann der Kuchen auch mit einem Schneebesen gerührt mit Hand gerührt werden, was vielleicht für eure Verwandten interessant ist, wenn sie keinen gf-Mixer zuhause haben, aber für euch backen möchten. Für eine 28cm-Form (Springkuchen- oder Tarte-) braucht ihr also folgendes:
12-14 Zwetschgen, gewaschen, entkernt und halbiert oder geviertelt, 240g Mandeln, 3 Eier (L), 90g (vegane) Butter oder Margarine, flüssig und abgekühlt, 3 EL Rohrohrzucker, 1 Prise Salz, 70g Kokosblütenzuckersirup, 20g Amaretto, 1 TL Flohsamenschalen, etwas Butter und Zucker oder geriebene Mandeln für die Form
- Butter schmelzen, abkühlen lassen
- Ofen auf 190 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen
- Mandeln, Eier, geschmolzene Butter, Sirup, Amaretto, Flohsamenschalen, Salz verrühren und ein paar Minuten stehen lassen (damit die Flohsamenschalen quellen können)
- Zwetschgen waschen, entkernen und halbieren oder vierteln
- Form einfetten und bezuckern oder bemandeln (das Wort gibt es doch bestimmt:)
- Teig einfüllen (und nicht irritieren lassen, dass er ziemlich flüssig ist!)
- Zwetschgen draufsetzen
- in den Ofen und ca. 40 Minuten backen lassen, zwischendurch drehen, damit er von allen Seiten gleichmäßig bräunt
- gut abkühlen lassen
- nach Belieben mit Puderzucker bestreuen und entweder so, mit Vanilleeis oder Sahne servieren
Ich hoffe, euch schmeckt dieser einfache, sommerliche Kuchen so gut wie mir. Ich bin gespannt!
Einen schönen Abend und take care,
Josie
Ihr wundert euch vielleicht, dass ich mit meiner Fruktoseintoleranz und im Schub Zwetschgen essen kann? Ich mich auch. Aber erstens wunder ich mich eh immer, was ich alles nicht vertrage bzw. dann eben manchmal auch doch. Und zweitens ist die FI ja nicht angeboren und ich war im Krankenhaus ja ermutigt worden, immer wieder Früchte, in Kombination mit anderen Lebensmitteln auszuprobieren, mich nicht abschrecken zu lassen, wenn es mal schiefgeht und sie nicht alleine zu essen. Das habe ich im Urlaub auch brav probiert und während der Genuss von ein paar Weintrauben ziemlich nach hinten losgegangen ist (entschuldigt das Wortspiel), ist es das bei 2-3 Pflaumen eben nicht. Und so kam mir die Idee mit dem Kuchen...
Folgende Zutaten habe ich benutzt, aber ich bin mir sicher, dass der Kuchen auch mit anderen geriebenen Nüssen, einer anderen Zucker- bzw. Sirupart und auch anderen Früchten super schmeckt. Übrigens kann der Kuchen auch mit einem Schneebesen gerührt mit Hand gerührt werden, was vielleicht für eure Verwandten interessant ist, wenn sie keinen gf-Mixer zuhause haben, aber für euch backen möchten. Für eine 28cm-Form (Springkuchen- oder Tarte-) braucht ihr also folgendes:
12-14 Zwetschgen, gewaschen, entkernt und halbiert oder geviertelt, 240g Mandeln, 3 Eier (L), 90g (vegane) Butter oder Margarine, flüssig und abgekühlt, 3 EL Rohrohrzucker, 1 Prise Salz, 70g Kokosblütenzuckersirup, 20g Amaretto, 1 TL Flohsamenschalen, etwas Butter und Zucker oder geriebene Mandeln für die Form
- Butter schmelzen, abkühlen lassen
- Ofen auf 190 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen
- Mandeln, Eier, geschmolzene Butter, Sirup, Amaretto, Flohsamenschalen, Salz verrühren und ein paar Minuten stehen lassen (damit die Flohsamenschalen quellen können)
- Zwetschgen waschen, entkernen und halbieren oder vierteln
- Form einfetten und bezuckern oder bemandeln (das Wort gibt es doch bestimmt:)
- Teig einfüllen (und nicht irritieren lassen, dass er ziemlich flüssig ist!)
- Zwetschgen draufsetzen
- in den Ofen und ca. 40 Minuten backen lassen, zwischendurch drehen, damit er von allen Seiten gleichmäßig bräunt
- gut abkühlen lassen
- nach Belieben mit Puderzucker bestreuen und entweder so, mit Vanilleeis oder Sahne servieren
Ich hoffe, euch schmeckt dieser einfache, sommerliche Kuchen so gut wie mir. Ich bin gespannt!
Einen schönen Abend und take care,
Josie
Dienstag, 25. Juli 2017
Gutes vom Bauern
Wenn ich früher aus der Schule kam, drückte mir meine Mutter oft ein paar Groschen in die Hand, damit ich zur Bäuerin nebenan ging, um etwas für das Mittagessen zu besorgen: Erdbeeren oder Rhabarber, Kopfsalat, Schnittlauch, Bohnen im Sommer, Wirsing oder Grünkohl im Winter. Je nachdem, was Saison hatte und was die Schnecken übrig gelassen hatten.
Daran erinnerte ich mich, als ich neulich in meiner alten Heimat Alfter im schönen Rheinland war und ich mit meiner Mutter mal wieder beim Bauern, bzw. in dessen Hofladen, stand. Natürlich war alles hübscher, größer und schöner als früher. Auch war die Bandbreite der saisonalen Obst- und Gemüsesorten nicht nur größer, sondern auch zuverlässiger vorrätig, das Prinzip aber war dasselbe: es gab hauptsächlich das, was er anbaute, saisonal, lokal und Geruch und Geschmack nach zu urteilen, ziemlich bio (auch ohne Label). Davon mal abgesehen, ging mein Herz bei den ganzen leckeren Dingen auf, denn Gemüse ist natürlich immer glutenfrei, es war außerdem günstig und hatte Natur und Umwelt nicht mehr als nötig belastet. Kurzentschlossen, weil ich aufgrund eines akuten Morbus Crohn Schubes weder viel koche noch esse, lud ich mir dennoch die Tasche voll und schaffte alles nach Bochum (wie gut, dass die Bahn mal wieder ausgefallen und ich mit dem Auto gefahren war).
Dort machte ich mich am nächsten Tag daran, eine richtig leckere, langsam gekochte Suppe herzustellen, von der ich das meiste, für bessere Zeiten, einfror. Auch wenn ich natürlich genau aufschreibe, was ich reintat, ihr könnt eurer (Gemüse-) Phantasie freien Lauf lassen. So sind zur Zeit z.B. auch sämtliche Bohnensorten in Saison, Kartoffeln, Sellerie, Zwiebeln und/ oder Knoblauch wären bestimmt auch lecker in der Suppe. Statt Brühe könntet ihr auch nur Salz/ Pfeffer oder andere Gewürze nehmen, etwas mehr Wasser und dafür weniger stückige Tomaten aus der Dose, machen sie eben weniger tomatig. Wer besonders viel Hunger hat, der könnte auch kleine Suppennudeln oder Quinoa kochen und zur Suppe geben...Aber hätte, würde, könnte, hier ist mein Rezept (für 6-8 Portionen):
4 Möhren, 2 gelbe Paprika, 3 Zucchini, 1 Bund Basilikum, 500g Cherrytomaten, 4 Dosen stückige Tomaten, 2-3 EL Öl, ca. 900ml Wasser, 3 TL Brühe, 1 EL Meersalz, 6-7 EL getrocknete Kräuter (ich habe alle Reste aufgebraucht: Thymian, Oregano, Majoran), 4 EL Honig, 2 EL Essig (Rotwein-oder Balsamico-), 1-2 TL gemahlener Koriander, 1-2 EL Butter, ca. 100ml Sojasahne
- Möhren und Tomaten, waschen, putzen und in mundgerechte Stücke schneiden
- beides in Öl, in einem großen Topf, andünsten
- Zucchini, Cherrytomaten waschen, putzen und kleinschneiden und mit Kräutern, Honig zum anderen Gemüse in den Topf geben und ca. 20 Minuten leise im eigenen Gemüsesaft vor sich hinköcheln lassen
- stückige Tomaten, Brühe, Wasser, Essig, Koriander dazugeben, aufkochen und weitere 10 Minuten köcheln lassen
- Basilikum waschen und in Streifen schneiden
- Sojasahne und Basilikum unterrühren und, falls nötig, Suppe abschmecken
Lasst euch die Suppe, mit leckeren Zutaten "vom Bauern", gut schmecken. Ich werde das sicher bald auch wieder etwas mehr tun!
Lasst euch die Suppe, mit leckeren Zutaten "vom Bauern", gut schmecken. Ich werde das sicher bald auch wieder etwas mehr tun!
So long,
Josie
Mittwoch, 24. Mai 2017
Comfort Food: Gemüsesoße mit Fleischbällchen
Als mir eine liebe Freundin, ich nenne sie J., vor ca. einer Woche von einem megaleckeren Gericht erzählte, das sowohl ihre Kinder als auch ihr Mann mochten, beschloss ich es nachzukochen. Irgendwie hörte sich die Mischung aus Curcuma und Curry einerseits und Creme Fraiche und Parmesan andererseits zu lecker an.
Doch schon auf dem Nachhauseweg wurde mir klar, dass es so für mich nicht funktionieren würde, weil ich Kuhmilch nach wie vor einfach nicht gut vertrage und davon ja einiges in die Soße kommt. Auch Knoblauch ist für meinen Bauch eher nichts. Was also tun? Früher hätte ich es wahrscheinlich gelassen, inzwischen habe ich aber so viele Zutaten in Originalrezepten ersetzt, dass ich ganz vergessen habe, dass z.B. Risotto ursprünglich eigentlich auch mit Parmesan gemacht wird. Dementsprechend habe ich für dieses Rezept hier Hefeflocken, Simply V-Scheiben (mit Paprika) und Creme Vega anstatt der Milchprodukte genommen und den Knoblauch einfach weggelassen. Heraus kam dann dieses Rezept:
2 rote Paprika, 2 Zucchini, 3 Möhren, je ein EL TK-Schnittlauch und Petersilie, 500ml Wasser, 5 EL Hefeflocken, 2-3 TL Gemüsebrühepulver, 1 TL Salz, je 1/2 TL Curry, Curcuma und Paprikapulver, je 1/4 TL weißer Pfeffer und Ingwer, Cayennepfeffer bei Bedarf, 1 Becher Creme Vega, 5 Scheiben Simply V, 2 EL Mandelmus, Salz und Pfeffer zum Abschmecken
- das Gemüse ganz klein schneiden oder in der Küchenmaschine "hechseln"
- in der Zwischenzeit das Wasser mit der Gemüsebrühe, den Gewürzen und 4 EL Hefeflocken aufkochen
- das Gemüse hinzugeben, aufkochen und ca. 10 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen
- Creme Vega, Simply V-Scheiben und Mandelmus hinzugeben und mit den restlichen Hefeflocken und Salz, Pfeffer abschmecken
- da die Soße vegan ist, bieten sich dazu z.B. "Filetstücke Hähnchen-Art" von Like Meat an
- ich kann mir auch gut richtiges Hähnchen oder Kabeljau zu der Soße vorstellen.
Ich hatte aber Lust auf Fleischbällchen aus Rindfleisch (Schweinefleisch vertrage ich ja nicht gut) und habe sie so gemacht:
500g Rindergehacktes, 1 EL italienische Kräuter, 1 TL Salz, je 1/2 TL Pfeffer und Paprika, 1 Ei, 1-2 EL gf Paniermehl, 2 TL Dijonsenf, 1-2 EL Olivenöl
- alles mit den Händen verkneten und einen glatten Ball formen
- den Ball in 4 Teile teilen und diese nochmal in 4 Teile teilen
- zu kleinen Bällchen rollen
- in dem Olivenöl so stark braten wie du magst, ich übertreibe es da lieber nicht, weil ich mit meinem Crohn bei Gebratenem vorsichtig sein muss
- zum Schluss 2/3 der Soße hinzufügen, aufkochen
- fertig ist die Soße und reicht für 4 Personen, wenn man dazu Nudeln kocht (ein paar Pinienkerne schmecken auch noch richtig gut dazu:)
Viel Spaß mit diesem glutenfreien, laktosefreien, kuhmilchfreien und MC-freundlichen Rezept!
Bis bald,
Josie
Dienstag, 16. Mai 2017
Zum Welt-Zöliakie-Tag 2017: Ein bisschen ist ein bisschen zu viel
"Das bisschen wird dir schon nicht schaden."
"Stell dich doch nicht so an!"
"Sei doch nicht so überempfindlich..."
"Ich habe von dieser Tablette gelesen..."
"Geh doch mal zum Heilpraktiker..."
Ich glaube mit diesen oder ähnlichen Sätzen ist jede von uns, besonders kurz nach der Diagnose, schon mal konfrontiert worden. Auf Familienfeiern, im Restaurant, beim Arzt. Die eine mehr, die andere weniger. Und ganz ehrlich? Zu Beginn, als ich meine Diagnose (nähere Erklärungen findest du unter: Was ist Zöliakie?) gerade erhalten hatte, habe ich mich selbst manchmal gefragt, ob ein bisschen wirklich so schlimm wäre? Ob ich mich vielleicht anstellte und ob mir eine Heilpraktikerin nicht helfen könnte. Auch wenn ich wirklich froh war, endlich eine Diagnose zu haben, so habe ich mich in den ersten Wochen und Monaten immer wieder mit solchen oder ähnlichen Gedanken erwischt.
Gerade am Anfang ist es mir ein paar Mal passiert, dass ich im Restaurant saß, ich mich eigentlich vergewissert hatte, dass ich etwas Glutenfreies zu essen bekäme, nur um dann festzustellen, dass Laktose und Gluten verwechselt wurden und hier eigentlich niemand wirklich Ahnung hatte. Oder ich hab etwas Glutenfreies bestellt und dann lag Brot auf dem Essen, das mit den Worten "die paar Krümel machen schon nichts" weggenommen wurde. Unerfreulich ist auch, wenn man Tabletten, Heilpraktikeradressen oder andere gute TIpps um die Ohren geworfen bekommt, so nach dem Motto: "Ernähre dich doch gesünder". Gerade in meiner Anfangszeit hat mich das irritiert und verunsichert und ich stelle immer wieder fest, dass es anderen ganz ähnlich geht. Euch kann ich nur sagen: lest über eure Erkrankung nach, werdet kleine Experten für sie, holt euch Rückhalt (z.B. in einer Facebookgruppe wie dem: Zöliakie Austausch) und überlegt euch, wie ihr diese Situationen entschärfen könnt. Denn mal ehrlich, ich kann auch ganz geduldig und ruhig versuchen, dem Koch oder sonstigen Personal zu erklären, was es mit der Erkrankung auf sich hat. Oft zeigen sich alle Beteiligten ja interessiert und Willens; die Bitte an den Koch hilft dabei manchmal Wunder. Und wenn das nichts bringt, habe ich inzwischen immer ein kleines Notpaket in der Handtasche und esse im Restaurant zur Not eben nichts, genieße die Gesellschaft der anderen und esse danach in aller Ruhe... und überlege mir dabei, in welches andere Restaurant wir beim nächsten Mal gehen könnten. Auch Mythen über Tabletten, Heilpraktiker oder Wunderheilungen, kann ich entweder aus dem Weg gehen, sie durch meine Argumente widerlegen oder aber mit ein paar freundlichen, aber bestimmten Worten eine Absage erteilen. Mythen helfen schließlich niemandem.
Was aber ist, wenn sich Familie oder Freunde verständnis- und rücksichtslos zeigen? Wie soll man damit nur umgehen, wenn die Oma sagt: "Das hat es früher nicht gegeben, jetzt stelle ich mein Kochen auch nicht mehr um". Oder die Mutter: "Du hast heute gar nicht gemerkt, dass ich dir einen EL Mehl unter die Soße gerührt habe". Oder der Vater/ Freund: "Entweder du isst, was alle/ ich esse(n) oder du isst alleine." Zum Glück habe ich diese Situationen selbst so nicht erlebt, sondern andere davon berichten oder mich um Rat fragen hören (im Zöliakie Austausch gibt es auch extra eine Gruppe für Neulinge, in dem so genannte "Paten" Neulingen besonders am Anfang versuchen beizustehen. Daher habe ich auch diese Informationen). Meine Antwort war immer: versuche sie immer wieder zu informieren und aufzuklären. Versuche zu verstehen, dass diese Aussagen auch beinhalten, dass die anderen sich gerade verunsichert fühlen, weil sie ja jetzt auch eine Routine durchbrechen und möglicherweise anders denken müssen. Z.B. folgende Quellen haben wir dabei immer als hilfreich empfunden: Die Geschichte eine zöliakiekranken Jungens, Die Maus-Zöliakie, Materialien der Deutschen Zöliakie Gesellschaft.
Darüber hinaus ist aus meiner Sicht aber vor allem folgendes wichtig: versuche nicht es den anderen in dieser Situation, besonders am Anfang, recht zu machen. Du hast die Diagnose erhalten, du musst in deinem Leben jetzt einiges umstellen und du musst damit den Rest deines Lebens zurechtkommen. Da helfen keine Tabletten, keine Selbstzweifel und schon gar nicht dieses "bisschen", dass schon nichts machen wird. Führe dir immer vor Augen, dass es dir mit der neuen Diagnose und unter der neuen, anfangs sicher ungewohnten, Diät besser geht. Und dass sich möglicherweise nicht jedes "bisschen" sofort in unangenehmen Symptomen zeigt. Das ist bei jedem anders. Egal aber ob Symptome oder keine, deinem Darm und besonders deinen Darmzotten geht es viel besser ohne Gluten. Und deshalb solltest du am meisten an deine Gesundheit und den wichtigsten Menschen in deinem Leben: dich!
(Quelle: https://pinterest.com/pin/460915343103595286/?source_app=android; letzter Zugriff: 16.05.2017)
Prost auf den Welt-Zöliakie-Tag hat, der das öffentlich Bewusstsein in den letzten Jahren verbessert und damit unser alltägliches Leben einfacher gemacht hat!
Sonnige Grüße,
Josie
"Stell dich doch nicht so an!"
"Sei doch nicht so überempfindlich..."
"Ich habe von dieser Tablette gelesen..."
"Geh doch mal zum Heilpraktiker..."
Ich glaube mit diesen oder ähnlichen Sätzen ist jede von uns, besonders kurz nach der Diagnose, schon mal konfrontiert worden. Auf Familienfeiern, im Restaurant, beim Arzt. Die eine mehr, die andere weniger. Und ganz ehrlich? Zu Beginn, als ich meine Diagnose (nähere Erklärungen findest du unter: Was ist Zöliakie?) gerade erhalten hatte, habe ich mich selbst manchmal gefragt, ob ein bisschen wirklich so schlimm wäre? Ob ich mich vielleicht anstellte und ob mir eine Heilpraktikerin nicht helfen könnte. Auch wenn ich wirklich froh war, endlich eine Diagnose zu haben, so habe ich mich in den ersten Wochen und Monaten immer wieder mit solchen oder ähnlichen Gedanken erwischt.
Gerade am Anfang ist es mir ein paar Mal passiert, dass ich im Restaurant saß, ich mich eigentlich vergewissert hatte, dass ich etwas Glutenfreies zu essen bekäme, nur um dann festzustellen, dass Laktose und Gluten verwechselt wurden und hier eigentlich niemand wirklich Ahnung hatte. Oder ich hab etwas Glutenfreies bestellt und dann lag Brot auf dem Essen, das mit den Worten "die paar Krümel machen schon nichts" weggenommen wurde. Unerfreulich ist auch, wenn man Tabletten, Heilpraktikeradressen oder andere gute TIpps um die Ohren geworfen bekommt, so nach dem Motto: "Ernähre dich doch gesünder". Gerade in meiner Anfangszeit hat mich das irritiert und verunsichert und ich stelle immer wieder fest, dass es anderen ganz ähnlich geht. Euch kann ich nur sagen: lest über eure Erkrankung nach, werdet kleine Experten für sie, holt euch Rückhalt (z.B. in einer Facebookgruppe wie dem: Zöliakie Austausch) und überlegt euch, wie ihr diese Situationen entschärfen könnt. Denn mal ehrlich, ich kann auch ganz geduldig und ruhig versuchen, dem Koch oder sonstigen Personal zu erklären, was es mit der Erkrankung auf sich hat. Oft zeigen sich alle Beteiligten ja interessiert und Willens; die Bitte an den Koch hilft dabei manchmal Wunder. Und wenn das nichts bringt, habe ich inzwischen immer ein kleines Notpaket in der Handtasche und esse im Restaurant zur Not eben nichts, genieße die Gesellschaft der anderen und esse danach in aller Ruhe... und überlege mir dabei, in welches andere Restaurant wir beim nächsten Mal gehen könnten. Auch Mythen über Tabletten, Heilpraktiker oder Wunderheilungen, kann ich entweder aus dem Weg gehen, sie durch meine Argumente widerlegen oder aber mit ein paar freundlichen, aber bestimmten Worten eine Absage erteilen. Mythen helfen schließlich niemandem.
Was aber ist, wenn sich Familie oder Freunde verständnis- und rücksichtslos zeigen? Wie soll man damit nur umgehen, wenn die Oma sagt: "Das hat es früher nicht gegeben, jetzt stelle ich mein Kochen auch nicht mehr um". Oder die Mutter: "Du hast heute gar nicht gemerkt, dass ich dir einen EL Mehl unter die Soße gerührt habe". Oder der Vater/ Freund: "Entweder du isst, was alle/ ich esse(n) oder du isst alleine." Zum Glück habe ich diese Situationen selbst so nicht erlebt, sondern andere davon berichten oder mich um Rat fragen hören (im Zöliakie Austausch gibt es auch extra eine Gruppe für Neulinge, in dem so genannte "Paten" Neulingen besonders am Anfang versuchen beizustehen. Daher habe ich auch diese Informationen). Meine Antwort war immer: versuche sie immer wieder zu informieren und aufzuklären. Versuche zu verstehen, dass diese Aussagen auch beinhalten, dass die anderen sich gerade verunsichert fühlen, weil sie ja jetzt auch eine Routine durchbrechen und möglicherweise anders denken müssen. Z.B. folgende Quellen haben wir dabei immer als hilfreich empfunden: Die Geschichte eine zöliakiekranken Jungens, Die Maus-Zöliakie, Materialien der Deutschen Zöliakie Gesellschaft.
Darüber hinaus ist aus meiner Sicht aber vor allem folgendes wichtig: versuche nicht es den anderen in dieser Situation, besonders am Anfang, recht zu machen. Du hast die Diagnose erhalten, du musst in deinem Leben jetzt einiges umstellen und du musst damit den Rest deines Lebens zurechtkommen. Da helfen keine Tabletten, keine Selbstzweifel und schon gar nicht dieses "bisschen", dass schon nichts machen wird. Führe dir immer vor Augen, dass es dir mit der neuen Diagnose und unter der neuen, anfangs sicher ungewohnten, Diät besser geht. Und dass sich möglicherweise nicht jedes "bisschen" sofort in unangenehmen Symptomen zeigt. Das ist bei jedem anders. Egal aber ob Symptome oder keine, deinem Darm und besonders deinen Darmzotten geht es viel besser ohne Gluten. Und deshalb solltest du am meisten an deine Gesundheit und den wichtigsten Menschen in deinem Leben: dich!
(Quelle: https://pinterest.com/pin/460915343103595286/?source_app=android; letzter Zugriff: 16.05.2017)
Prost auf den Welt-Zöliakie-Tag hat, der das öffentlich Bewusstsein in den letzten Jahren verbessert und damit unser alltägliches Leben einfacher gemacht hat!
Sonnige Grüße,
Josie
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