Ich weiß nicht, wie es euch geht. Aber ich habe manchmal das Gefühl, je weniger ich vertrage und je häufiger sich mein Crohn meldet, desto mehr denke ich ans Essen. So war es auch in den letzten Tagen, als ich Hunger auf Lasagne mit viel geschmolzenem Käse hatte. Gut, also Lasagne ist es nicht geworden, geschmolzener Käse sowieso nicht, aber ein anderer superleckerer, schmackhafter Auflauf, der uns ziemlich glücklich gemacht hat und mild, glutenfrei, milchfrei und paläo war.
Die Zutaten für 4 Portionen:
750g Schweinegehacktes, ca. 24 Cherrytomaten, 7 mittelgroße Zucchini, 5 kleinere Möhren, 2 Stangen Lauch, 200ml Kokosmilch, 1 Handvoll frisches Basilikum, Salz, Pfeffer, 2-3 EL Oregano, 2-3 EL Sesam, 1 El Nährhefe
- Ofen auf 180° Grad vorheizen
- 5 Zucchini in Stücke schneiden und mit etwas Salzwasser ca. 20 Minuten köcheln lassen
- restliche Zucchini, Möhren waschen, putzen, kleinraspeln
- nur das Weiße vom Lauch (für die bessere Verträglichkeit) halbieren und in halbe Ringe schneiden, waschen und abtropfen lassen
- Gehacktes vorsichtig anbraten (hier würden sicher auch Sojaschnetzel für eine vegetarische Variante schmecken), salzen und pfeffern
- das Gemüse hinzufügen, aufkochen lassen, dann bei niedriger Hitze und geschlossenem Deckel ca. 15 Minuten garen lassen, dabei mehrfach umrühren, Oregano und Nährhefe hinzufügen und mit Salz und Pfeffer abschmecken
- Wasser von den gekochten Zucchini abschütten
- Zucchini mit Kokosmilch pürieren
- Basilikum kleinscheiden und unterheben, nochmals kurz pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken
- Fleischsoße in eine Auflaufform geben, Zucchinisoße darüber geben, mit Sesam bestreuen und in den Ofen geben
- wenn alles schön blubbert, Soße und Sesam leicht gebräunt sind, ist der Auflauf fertig
Tipp: Gemüse wie Aubergine, Pilze, Paprika, Zwiebeln, Knoblauch etc. schmecken bestimmt auch super, vertrage ich aber im Moment nicht gut. Statt mit Kokosmilch könnte man die Zucchini sicher auch gut mit Mandelmilch und -mus pürieren. Und 250g fertig gekochte Nudeln (z.B. Fusili) unter die Gehacktessoße gemischt, macht das Ganze gehaltvoller und sättigender und schmeckt bestimmt auch gut.
Lasst es euch schmecken!
Bis bald,Josie
Dienstag, 4. September 2018
Donnerstag, 23. August 2018
Ein Jahr mit Delfinen auf Hawaii schwimmen...und weitere gute Tipps von Ärzten:)
"Können Sie nicht ein Jahr mit Delfinen auf Hawaii schwimmen?"
"Vielleicht täte Ihnen eine Rückführung gut? Wer weiß, was in einem Ihrer früheren Leben passiert ist?!"
"Einfach mal raus, ein Jahr auf eine einsame, sonnige Insel. Das würde Ihnen bestimmt helfen!"
"Haben Sie ein bisschen Geld übrig? Dann kann ich Ihnen einen Guru in Kalifornien empfehlen. Er entnimmt Ihnen ein wenig Stuhl, meditiert darüber und wenn dieser zurücktransplantiert wird, fühlen Sie sich wie neu geboren."
"Überlegen Sie mal, mussten Sie als Kind vieles "runterschlucken"? So was kann einem ja auch auf den Magen schlagen."
Ich weiß nicht, was euch so unterkommt, aber das sind meine Top 5-Tipps von Ärzten bzw. medizinischem Personal der letzten sechs Monate, die ich doch endlich mal mit euch teilen wollte. Immerhin sind es nicht die Gastroenterologen zu denen ich regelmäßig gehe, die solch gute Anregungen auf Lager haben. Vielmehr fühlen sich andere "Fachleute" oft genötigt, auch mal als echte Experten dazustehen. Und ja, mir ist schon klar, dass sie meistens helfen wollen. Aber bitte, kann diese "Hilfe" nicht vorher mal reflektiert werden? Wem würde denn eigentlich ein Jahr, egal ob mit oder ohne Delfinen, in der Sonne, voll finanziert und ohne Arbeit nicht mal gut tun? Besonders nach einem Winter wie dem letzten? Als ich den Arzt jedenfalls gefragt habe, ob er das nicht auch genial fände, bejahte er dies sofort und schob die Geschichte seiner schwierigen Beziehung auch als Bonus noch gleich hinterher. Ähnlich ging es mir, als mir eine Ärztin eine Rückführung bei einer Schamanin schmackhaft machen wollte: so großartig, dadurch habe sie ihren jetzigen Mann kennengelernt. Nur dumm, dass dabei der alte und die drei Kinder auf der Strecke geblieben waren. Aber den hatte sie eh nur geheiratet, weil ihre Erfahrung als Amme im Mittelalter ihr im Weg gestanden hatte. Und jetzt sei sie so frei. Duh!... Als Tipp 5 vor kurzem angebracht wurde, musste ich herzlich Lachen. Ganz ehrlich? Wäre es nicht super, es wäre so einfach? Ein bisschen Brigittepsychologie und schwupps, von allen Leiden geheilt? Es gibt wirklich immernoch Ärzte, die versuchen eine einzelne Ursache für diese Erkrankung auszumachen. Wie wäre es denn mal mit googlen, liebe Ärzte? Das habe ich übrigens dem Arzt hier auch erzählt und er hat zum Glück mitgelacht...und mir natürlich sofort von seiner Magenschleimhautentzündung und seiner schweren Kindheit erzählt.
Ganz ehrlich? Ich finde das zwar oft nervig und schaue wohl auch des öfteren ziemlich ungläubig, wenn mir solche Aussagen unterkommen. Aber heute kann ich über die meisten dieser Aussagen lachen oder denke zumindest, dass Karma das schon regeln wird. Früher, in meiner Kindheit und Jugend, vor meiner Diagnose, war das anders. Denn ich wusste zwar, dass ich krank, vielleicht auch sehr krank, war, aber ich konnte dem ganzen nie einen Namen geben. Was ich hatte war aber ohne Namen nicht greifbar, weshalb Ärzte mich regelmäßig fragten, was mit mir nicht stimme, ob es nicht vielleicht irgendwelche Leichen in meinem psychischen Keller gäbe, und das Ganze eben eher psychisch (ein Arzt nannte es mal "typisch weiblich hysterisch") und keine körperliche Erkrankung sei.
Ich hoffe natürlich, dass ihr andere Erfahrungen macht. Da ich jedoch davon ausgehe, dass viele von euch auch lange Odysseen hinter euch haben, bin ich gespannt, welche Erfahrungen ihr mit Ärzten so macht bzw. welche Tipps ihr bekommt und wie ihr heute, mit eurer Diagnose, darauf reagiert.
Habt einen schönen Tag!
So long,
Josie
"Vielleicht täte Ihnen eine Rückführung gut? Wer weiß, was in einem Ihrer früheren Leben passiert ist?!"
"Einfach mal raus, ein Jahr auf eine einsame, sonnige Insel. Das würde Ihnen bestimmt helfen!"
"Haben Sie ein bisschen Geld übrig? Dann kann ich Ihnen einen Guru in Kalifornien empfehlen. Er entnimmt Ihnen ein wenig Stuhl, meditiert darüber und wenn dieser zurücktransplantiert wird, fühlen Sie sich wie neu geboren."
"Überlegen Sie mal, mussten Sie als Kind vieles "runterschlucken"? So was kann einem ja auch auf den Magen schlagen."
Ich weiß nicht, was euch so unterkommt, aber das sind meine Top 5-Tipps von Ärzten bzw. medizinischem Personal der letzten sechs Monate, die ich doch endlich mal mit euch teilen wollte. Immerhin sind es nicht die Gastroenterologen zu denen ich regelmäßig gehe, die solch gute Anregungen auf Lager haben. Vielmehr fühlen sich andere "Fachleute" oft genötigt, auch mal als echte Experten dazustehen. Und ja, mir ist schon klar, dass sie meistens helfen wollen. Aber bitte, kann diese "Hilfe" nicht vorher mal reflektiert werden? Wem würde denn eigentlich ein Jahr, egal ob mit oder ohne Delfinen, in der Sonne, voll finanziert und ohne Arbeit nicht mal gut tun? Besonders nach einem Winter wie dem letzten? Als ich den Arzt jedenfalls gefragt habe, ob er das nicht auch genial fände, bejahte er dies sofort und schob die Geschichte seiner schwierigen Beziehung auch als Bonus noch gleich hinterher. Ähnlich ging es mir, als mir eine Ärztin eine Rückführung bei einer Schamanin schmackhaft machen wollte: so großartig, dadurch habe sie ihren jetzigen Mann kennengelernt. Nur dumm, dass dabei der alte und die drei Kinder auf der Strecke geblieben waren. Aber den hatte sie eh nur geheiratet, weil ihre Erfahrung als Amme im Mittelalter ihr im Weg gestanden hatte. Und jetzt sei sie so frei. Duh!... Als Tipp 5 vor kurzem angebracht wurde, musste ich herzlich Lachen. Ganz ehrlich? Wäre es nicht super, es wäre so einfach? Ein bisschen Brigittepsychologie und schwupps, von allen Leiden geheilt? Es gibt wirklich immernoch Ärzte, die versuchen eine einzelne Ursache für diese Erkrankung auszumachen. Wie wäre es denn mal mit googlen, liebe Ärzte? Das habe ich übrigens dem Arzt hier auch erzählt und er hat zum Glück mitgelacht...und mir natürlich sofort von seiner Magenschleimhautentzündung und seiner schweren Kindheit erzählt.
Ganz ehrlich? Ich finde das zwar oft nervig und schaue wohl auch des öfteren ziemlich ungläubig, wenn mir solche Aussagen unterkommen. Aber heute kann ich über die meisten dieser Aussagen lachen oder denke zumindest, dass Karma das schon regeln wird. Früher, in meiner Kindheit und Jugend, vor meiner Diagnose, war das anders. Denn ich wusste zwar, dass ich krank, vielleicht auch sehr krank, war, aber ich konnte dem ganzen nie einen Namen geben. Was ich hatte war aber ohne Namen nicht greifbar, weshalb Ärzte mich regelmäßig fragten, was mit mir nicht stimme, ob es nicht vielleicht irgendwelche Leichen in meinem psychischen Keller gäbe, und das Ganze eben eher psychisch (ein Arzt nannte es mal "typisch weiblich hysterisch") und keine körperliche Erkrankung sei.
Ich hoffe natürlich, dass ihr andere Erfahrungen macht. Da ich jedoch davon ausgehe, dass viele von euch auch lange Odysseen hinter euch haben, bin ich gespannt, welche Erfahrungen ihr mit Ärzten so macht bzw. welche Tipps ihr bekommt und wie ihr heute, mit eurer Diagnose, darauf reagiert.
Habt einen schönen Tag!
So long,
Josie
Freitag, 17. August 2018
Griechische Inseln: das Atrium Prestige auf Rhodos
Ich sitze hier, gerade aus dem Urlaub nach Hause gekommen und kann noch gar nicht glauben, dass dieser schon vorbei ist. Wieder haben Wetter, Wasser und Ouzo es gut mit uns gemeint und es waren ruhige, entspannte, wunderbare Wochen. Wieder in Griechenland, diesmal auf Rhodos.
Das Atrium Prestige ist ein unglaublich tolles, weitläufiges Hotel, direkt am Meer, das keine Wünsche offen lässt. Glaube ich. Denn weil es direkt am Meer war, waren wir jeden Tag von morgens bis abends am Strand, haben dem Rauschen des Meeres gelauscht, gelesen und uns gerne zwischendurch mit ein wenig Melone abgekühlt. Dass es ein Spa und einen Fitnessraum und bestimmt noch andere tolle Dinge gab, hat uns dabei echt nicht interessiert.
Da das Hotel in der Nähe von Lachania, in the middle of nowhere, gelegen ist, gab es fußläufig keine Tavernen oder ähnliches, weshalb wir mittags immer in der hoteleigenen Bar gegessen haben. Mein Bauch war zwar weiterhin bzw. wie immer im Urlaub verstärkt, ein Problem, glutenfrei zu essen aber nicht. So aß ich mich durch grünen Salat mit Äpfeln, Walnüssen und Tahinidressing, mediterranes im Ofen gebackenes Gemüse mit Halloumi, griechischen Salat, Omelett mit Gemüse und selbst gemachten Pommes. Alles war total lecker, erschwinglich und mit Blick auf das Meer fast paradiesisch.
Da das Hotel in der Nähe von Lachania, in the middle of nowhere, gelegen ist, gab es fußläufig keine Tavernen oder ähnliches, weshalb wir mittags immer in der hoteleigenen Bar gegessen haben. Mein Bauch war zwar weiterhin bzw. wie immer im Urlaub verstärkt, ein Problem, glutenfrei zu essen aber nicht. So aß ich mich durch grünen Salat mit Äpfeln, Walnüssen und Tahinidressing, mediterranes im Ofen gebackenes Gemüse mit Halloumi, griechischen Salat, Omelett mit Gemüse und selbst gemachten Pommes. Alles war total lecker, erschwinglich und mit Blick auf das Meer fast paradiesisch.
Wem diese Auswahl nicht groß genug scheint, der warte mal ab, was es zum Abendessen gab:) Wir saßen jeden Abend draußen, weil so viel Platz war (und weil wir immer pünktlich um 19h mit großem Hunger auf Einlass warteten). Das Buffet war, jeden Tag thematisch, mit unglaublichen Köstlichkeiten bestückt. So gab es am Fischabend z.B. Lachstartar oder Garnelen mit Avocadosalat zur Vorspeise, dazu alle möglichen Salate oder Suppen für die Suppenkasper unter uns. In der Showküche konnte man sich, wenn man mochte, dann auch noch Garnelen oder Fisch frisch braten lassen oder, falls man keine Lust auf Buffet hatte, konnte man jeden Abend zwischen drei Gerichten wählen, die einem am Platz serviert wurden. Auf die Art und Weise bin ich an zwei Abenden auch zu glutenfreier Pasta gekommen. Häufiger hatte ich allerdings auf Pasta oder ähnliches gar keinen Hunger. Zu lecker war es auch so, z.B. am griechischen, rhodischen oder mediterranem Abend mit frischen, lokalen Gerichten, wie z.B. Lamm mit griechischen Kräutern aus dem Ofen, Hähnchengyros oder mediterranes Gemüse mit Feta überbacken, die mein Herz höher schlagen ließen. Obwohl ich natürlich nicht alles essen durfte, gab es trotzdem jeden Abend mehr als genug, aus dem ich auswählen konnte. Die netten Köche, die mich jeden Abend begrüßten und durch das Buffet führten, wurden außerdem nicht müde darauf hinzuweisen, dass sie mir auch alles extra kochen würden, so ich denn wollte. Gf war für sie überhaupt kein Problem, auch mit Kontamination kannten sie sich bestens aus.
Gefrühstückt habe ich, wie immer, nicht. Am letzten Tag konnte ich mich aber davon überzeugen, dass auch das Frühstücksbuffet reichlich war und ich gf Muffins, Kuchen oder Brot hätte bestellen können. Alles im Konjunktiv, denn ich hab um die Frühstückszeit immer noch selig geschlummert (wenn nicht im Urlaub, wann dann?!).
Zum Hotel gehörte außerdem ein kleiner Supermarkt, in dem wir uns mit Wasser und Snacks versorgten. Hier fiel mir auf, dass vieles im Unterschied zu den letzten Jahren als gf gekennzeichnet waren: Chips, Flips, Reiswaffeln, Nüsse in Sesamkruste, Eis. Genug, um sich über Wasser zu halten, wenn man mal nicht mittags in die Bar Essen gehen wollte.
Und jetzt? Jetzt lausche ich dem Regen (statt dem Meer), habe das Licht an (anstatt mich vor der Sonne zu schützen) und trinke Leber-Galle-Tee (anstatt Ouzo) :) Aber egal, es war so schön, dass ich über diese Kleinigkeiten großzügig hinwegsehen kann...
...und mich auf nächstes Jahr freue, wenn es wieder heißt: Kalimera Hellas!
Bis bald,
eure Josie
Sonntag, 10. Juni 2018
Krankenhaustipps
Ich komme gerade aus dem Krankenhaus, wo ich ein paar Tage zur Restauration war. Also genau genommen hatte ich eine kleine Blasen-OP, um zu schauen, ob sich der Crohn auch dort breit gemacht (was übrigens NICHT der Fall, yeah) und einen Eingriff am Rücken, um die Schmerzen der Spondylarthrose, die allerdings leider vom Crohn kommen, einzudämmen. Ich muss sagen, es war anstrengend, aber ich bin ziemlich zufrieden und fühle mich...naja, restauriert eben. Das liegt nicht nur daran, dass ich im Krankenhaus bestens behandelt und umsorgt wurde, sondern auch daran (bilde ich mir wenigstens ein), dass ich mir aufgrund früherer Erfahrungen genau überlegt hatte, was ich alles brauchen könnte. Das habe ich jetzt hier mal direkt aufgeschrieben, weil ich dachte, dass es euch vielleicht auch beim nächsten Mal hilft.
1. Klamotten
- dicke und dünne T-Shirts (besonders wegen des Zugangs praktisch, weil kurzärmelig)
- genug Unterwäsche und Socken (besonders nach der Narkose hatte ich Eisfüße)
- Bademantel
- Jogginganzug
- lustige T-Shirts (für die gute Laune)
- für einen Aufenthalt ohne OP hätte ich sicher mehr Freizeitsachen mitgenommen, damit ich nicht den ganzen Tag im Schlafanzug oder OP-Shirt rumlaufe und mich dadurch fitter fühle, mich nicht langweile und keine Thrombose bekomme
2. Waschzeug und Medikamente
- ich nehme immer Miniaturgrößen von (Trocken-)Shampoo, Duschzeug, Mundwasser und Deo mit, damit ich nicht so viel schleppen muss
- eigene Handtücher bzw. Waschlappen
- ein Thermacarepad (weil mein Nacken oft durch das viele Liegen verspannt und ich mir so schnell helfen kann)
- Medikamente für den ersten Tag, vollständig
- Nasenspray, Lutschpastillen (ich hatte dieses Mal GeloRevoice, total gut) für nach der OP, wenn die Schleimhäute so trocken sind
- was Pflanzliches zum Einschlafen, Calmedoron, z.B.hilft mir super
- Nahrungsergänzungsmittel bzw. das, was das Krankenhaus nicht hatte (bei mir waren es u.a. die Salofalk Granu Sticks) für mehrere Tage
- Ohropax (hatte ich vorher nie dabei, dieses Mal schon und Halleluja, ein Glück, vor meinem Zimmer war nämlich eine Baustelle)
3. Essen (bei meiner Aufnahme hatte ich schon gf angemeldet)
- gekochte Eier (nicht lachen, aber die habe ich in letzter Zeit besser vertragen und ihr wisst ja, was einem manchmal an Essen im Krankenhaus blüht; außerdem hat meine Oma mit gekochten Eiern schon den Krieg überstanden...)
- selbst gebackene, haltbare Bananenkekse (nicht sooo lecker, aber bekömmlich und sättigend)
- Hipp Gläschen
- gf Brot
- getrocknete Nüsse und Beeren
4. Wichtige Unterlagen
- meine Notfallausweise (wegen der Zöliakie und der Blutgerinnungsstörung)
- mein aktueller Medikamentenplan
- evtl. relevante Berichte von Voruntersuchungen
- Telefonnummer meiner Versicherung
- wichtige Telefonnummern und Namen fürs Krankenhaus
5. Wohlfühlkram und -zeugs
- mein Kissen (ist gemütlich und das kommt wegen meines Nackens immer und überall hin mit)
- Werther, mein kleiner Teddy (ist streng genommen der Krankenhausbeschützerteddy meines Freundes, aber ich habe ihn adoptieren dürfen, lucky me:)
- ein Buch (bzw. ungefähr so viele, das ihr es auch ein paar Jahre auf einer einsamen Insel aushalten könntet)
- meinen iPod (ich würde ihn allerdings nächstes Mal vorher aufladen)
- hätte ich ein Tablet, würde ich auch das evtl. mit den entsprechenden Serien mitnehmen (ihr wisst ja: Dexter, Breaking Bad...irgendwas Blutiges ohne Krankenhaus jedenfalls)
- Zeitschriften
- mein Bullet Journal
- bei Aufenthalten ohne OP hatte ich auch schon mal Nagellack, Gesichtsmasken, Fußcreme dabei, um wohlfühlige Sachen ohne Denken machen zu können
6. Und sonst so?
- ich lasse mir den Zugang inzwischen immer am Handgelenk legen, damit ich mich noch frei bewegen kann
- ich trinke ja eh nix mit Kohlensäure, finde das aber im Krankenhaus besonders wichtig, weil man durch Narkose, Medikamente und Rumliegerei oft einen Blähbauch bekommt und so die Spitze vermeiden kann
- ich tendiere dazu, Schmerzen herunterzuspielen. Macht aber keinen Sinn, denn eine gute Schmerztherapie funktioniert nur, wenn ihr ehrlich vor euch und dem Arzt seid...und im Zweifel seid ihr eure Schmerzen dann im Endeffekt schneller und mit weniger Medikamenten los
- Hilfe annehmen ist auch nicht immer mein Ding, ABER: es hilft einem manchmal, schneller auf die Beine zu kommen
- Besuch ist super, aber Ruhe auch, weswegen ich mich zwar gerne, aber zeitlich begrenzt, besuchen lasse
- last but not least: meine unsichtbare Krone. Die nehme ich nicht mit, um mich wie eine herrische Königin zu fühlen, sondern um den Kopf oben zu halten, mich von der Atmosphäre nicht kränker, als nötig machen zu lassen und Ärzten und Personal gegenüber mündig zu bleiben.
(Quelle: https://pinterest.com/pin/311452130453664285/?source_app=android; letzter Zugriff: 10.06.2018)
Mehr fällt mir gerade nicht ein und ich muss zugeben, ich bin auch ein wenig erschöpft. Es geht jeden Tag besser, aber es braucht noch ein paar Tage, bis ich mich fühle wie vorher. Deshalb lege ich mein Krönchen (nicht Cröhnchen, übrigens:) jetzt mal kurz beiseite und hau' mich hin.
Macht es gut und denkt bei eurem nächsten Krankenhausaufenthalt dran: gut vorbereitet ist schon wieder fast zuhause!
Take care,
Josie
1. Klamotten
- dicke und dünne T-Shirts (besonders wegen des Zugangs praktisch, weil kurzärmelig)
- genug Unterwäsche und Socken (besonders nach der Narkose hatte ich Eisfüße)
- Bademantel
- Jogginganzug
- lustige T-Shirts (für die gute Laune)
- für einen Aufenthalt ohne OP hätte ich sicher mehr Freizeitsachen mitgenommen, damit ich nicht den ganzen Tag im Schlafanzug oder OP-Shirt rumlaufe und mich dadurch fitter fühle, mich nicht langweile und keine Thrombose bekomme
2. Waschzeug und Medikamente
- ich nehme immer Miniaturgrößen von (Trocken-)Shampoo, Duschzeug, Mundwasser und Deo mit, damit ich nicht so viel schleppen muss
- eigene Handtücher bzw. Waschlappen
- ein Thermacarepad (weil mein Nacken oft durch das viele Liegen verspannt und ich mir so schnell helfen kann)
- Medikamente für den ersten Tag, vollständig
- Nasenspray, Lutschpastillen (ich hatte dieses Mal GeloRevoice, total gut) für nach der OP, wenn die Schleimhäute so trocken sind
- was Pflanzliches zum Einschlafen, Calmedoron, z.B.hilft mir super
- Nahrungsergänzungsmittel bzw. das, was das Krankenhaus nicht hatte (bei mir waren es u.a. die Salofalk Granu Sticks) für mehrere Tage
- Ohropax (hatte ich vorher nie dabei, dieses Mal schon und Halleluja, ein Glück, vor meinem Zimmer war nämlich eine Baustelle)
3. Essen (bei meiner Aufnahme hatte ich schon gf angemeldet)
- gekochte Eier (nicht lachen, aber die habe ich in letzter Zeit besser vertragen und ihr wisst ja, was einem manchmal an Essen im Krankenhaus blüht; außerdem hat meine Oma mit gekochten Eiern schon den Krieg überstanden...)
- selbst gebackene, haltbare Bananenkekse (nicht sooo lecker, aber bekömmlich und sättigend)
- Hipp Gläschen
- gf Brot
- getrocknete Nüsse und Beeren
4. Wichtige Unterlagen
- meine Notfallausweise (wegen der Zöliakie und der Blutgerinnungsstörung)
- mein aktueller Medikamentenplan
- evtl. relevante Berichte von Voruntersuchungen
- Telefonnummer meiner Versicherung
- wichtige Telefonnummern und Namen fürs Krankenhaus
5. Wohlfühlkram und -zeugs
- mein Kissen (ist gemütlich und das kommt wegen meines Nackens immer und überall hin mit)
- Werther, mein kleiner Teddy (ist streng genommen der Krankenhausbeschützerteddy meines Freundes, aber ich habe ihn adoptieren dürfen, lucky me:)
- ein Buch (bzw. ungefähr so viele, das ihr es auch ein paar Jahre auf einer einsamen Insel aushalten könntet)
- meinen iPod (ich würde ihn allerdings nächstes Mal vorher aufladen)
- hätte ich ein Tablet, würde ich auch das evtl. mit den entsprechenden Serien mitnehmen (ihr wisst ja: Dexter, Breaking Bad...irgendwas Blutiges ohne Krankenhaus jedenfalls)
- Zeitschriften
- mein Bullet Journal
- bei Aufenthalten ohne OP hatte ich auch schon mal Nagellack, Gesichtsmasken, Fußcreme dabei, um wohlfühlige Sachen ohne Denken machen zu können
6. Und sonst so?
- ich lasse mir den Zugang inzwischen immer am Handgelenk legen, damit ich mich noch frei bewegen kann
- ich trinke ja eh nix mit Kohlensäure, finde das aber im Krankenhaus besonders wichtig, weil man durch Narkose, Medikamente und Rumliegerei oft einen Blähbauch bekommt und so die Spitze vermeiden kann
- ich tendiere dazu, Schmerzen herunterzuspielen. Macht aber keinen Sinn, denn eine gute Schmerztherapie funktioniert nur, wenn ihr ehrlich vor euch und dem Arzt seid...und im Zweifel seid ihr eure Schmerzen dann im Endeffekt schneller und mit weniger Medikamenten los
- Hilfe annehmen ist auch nicht immer mein Ding, ABER: es hilft einem manchmal, schneller auf die Beine zu kommen
- Besuch ist super, aber Ruhe auch, weswegen ich mich zwar gerne, aber zeitlich begrenzt, besuchen lasse
- last but not least: meine unsichtbare Krone. Die nehme ich nicht mit, um mich wie eine herrische Königin zu fühlen, sondern um den Kopf oben zu halten, mich von der Atmosphäre nicht kränker, als nötig machen zu lassen und Ärzten und Personal gegenüber mündig zu bleiben.
(Quelle: https://pinterest.com/pin/311452130453664285/?source_app=android; letzter Zugriff: 10.06.2018)
Mehr fällt mir gerade nicht ein und ich muss zugeben, ich bin auch ein wenig erschöpft. Es geht jeden Tag besser, aber es braucht noch ein paar Tage, bis ich mich fühle wie vorher. Deshalb lege ich mein Krönchen (nicht Cröhnchen, übrigens:) jetzt mal kurz beiseite und hau' mich hin.
Macht es gut und denkt bei eurem nächsten Krankenhausaufenthalt dran: gut vorbereitet ist schon wieder fast zuhause!
Take care,
Josie
Samstag, 26. Mai 2018
Punk is not dead
Als wir vorgestern Abend unser Auto legal und in akzeptabler Stadionnähe geparkt hatten, war ich zwar bereit für das erste Konzert seit langem, aber Aufregung und Sorge um Toiletten in der Nähe trübten meine Freude noch etwas. Wie würde es nur werden? Nachdem ich festgestellt hatte, dass es bereits auf der Bottroper Straße genug Toiletten gab und sich die 30.000 Menschen doch besser als gedacht verteilten, z.B. biertrinkend am Straßenrand sitzend und der "guten alten Zeit" gedenkend, wurde ich schon ruhiger. Und ich nahm wahr, dass wir bei weitem weder die ältesten, noch die spätesten Fans waren. So stiegen allerhand Menschen in Anzügen aus ihren A3s, zogen sich ihre Hosen-Shirts an und verwandelten sich in noch unaufgewärmte Altpunks. Bierbäuchige Mitvierziger parkten ihre A-Klassen etwas schief am Straßenrand und hatten große Sorge, dass sie abgeschleppt würden und Paare mit einem letzten Hauch von rot in den Haaren und einem Cocktail-to-go in der Hand fragten sich, ob sie die 1,4 km bis zum Stadion schaffen würden oder ob der Shuttlebus nicht ne gute Alternative wäre. Kurzum, wir waren weder die einzigen, die die meisten Vorbands nicht mitgekamen. Wir waren auch nicht die einzigen mit Sitzplatz, weil stundenlanges Stehen einfach nicht drin war. Ich stellte mir also die Frage: "Is punk dead?!"
Ihr lieben CEDler: kennt ihr das Gefühl? Nach harter Zeit, in der ihr viel absagen musstet bzw. euch gar nicht mehr getraut habt, euch noch zu verabreden, beruhigt sich der Darm etwas, die Kraft kommt wieder und Körper und Geist atmen durch. Aber mal so richtig. Puuuh! Und dann passiert noch was besonders Tolles, ein Konzert zum Beispiel und plötzlich fühlt ihr euch wie der glücklichste Mensch auf der Welt und kostet den Moment mal so richtig aus. Diesen Moment erlebte ich als ich in meinem frisch erstandenden T-Shirt, mit einem lecker' Getränk in der einen und meiner Lieblingshand in der anderen Hand sowie viel Sonne im Gesicht den Auftritt der Hosen erwartete. Pure Bliss! Es war soweit und ich hatte es ohne "Unfälle" hierhin geschafft:)
Diese Freude wuchs umso mehr, als ich feststellte, dass wir am Anfang einer Sitzreihe und nur ca. 15 Schritte von der nächsten Toilette entfernt saßen. Nicht nur das machte mich ruhiger, auch die Tatsache, dass die anderen Mitdreißiger bis -sechziger auch oft aufs Klo mussten und Tempos verschenkt und Toilettenpapier schwesterlich geteilt wurde. Lapidar meinte mein Freund nur: "Punk is not dead!" haha, war das ja wohl geklärt...und ich wurde ruhiger und konnte alle Sorgen von vorher langsam abstreifen. Als Campino, der inzwischen auf die 56 zugeht und deutlich fitter als die meisten seiner Fans schien, dann irgendwann im Laufe des Abends meinte: "Heute morgen fühlte ich mich wie 75, heute Mittag wie 62 und jetzt HALBSTARK!" stimmten nicht nur alle begeistert in das Lied ein, sondern stimmten aus vollem Herzen zu. Ich hatte mich jedenfalls selten halbstärker als am Donnerstag Abend gefühlt.
Und auch wenn ich mich jetzt nach dem Konzert gefühlt irgendwo zwischen 62 und 75 eingependelt habe; auch wenn ich gestern ein Vorgespräch wegen einer Blasen-OP hatte, die wohl aufgrund des Crohn bald durchgeführt werden muss; auch wenn ich schlichtweg einige Zeit zum Wiederaufbau brauche: ich bin happy, dass ich bei dem Konzert war, dass Charisma und Energie der Band sich für mich wieder auf die Lieder von CD übertragen (jaja, ich weiß, es gibt auch iTunes usw. aber ihr wisst ja: die gute alte Zeit...:) und dass der Crohn in dieser zweischneidigen Beziehung echt nicht immer die Oberhand hat.
Und wenn ich heute Abend das Champions League-Finale anschaue, natürlich Liverpool anfeuere und wieder "YOU'LL nEVER WALK ALONE" mitgröle, dann weiß ich eins: "Punk is (definitely) not dead!"
Euch wünsche ich auch einen wunderbaren Abend - egal, ob mit oder ohne Fußball - und genau so tolle Erlebnisse, die Spaß machen und Kraft geben.
Macht es gut. So long,
Josie
Ihr lieben CEDler: kennt ihr das Gefühl? Nach harter Zeit, in der ihr viel absagen musstet bzw. euch gar nicht mehr getraut habt, euch noch zu verabreden, beruhigt sich der Darm etwas, die Kraft kommt wieder und Körper und Geist atmen durch. Aber mal so richtig. Puuuh! Und dann passiert noch was besonders Tolles, ein Konzert zum Beispiel und plötzlich fühlt ihr euch wie der glücklichste Mensch auf der Welt und kostet den Moment mal so richtig aus. Diesen Moment erlebte ich als ich in meinem frisch erstandenden T-Shirt, mit einem lecker' Getränk in der einen und meiner Lieblingshand in der anderen Hand sowie viel Sonne im Gesicht den Auftritt der Hosen erwartete. Pure Bliss! Es war soweit und ich hatte es ohne "Unfälle" hierhin geschafft:)
Diese Freude wuchs umso mehr, als ich feststellte, dass wir am Anfang einer Sitzreihe und nur ca. 15 Schritte von der nächsten Toilette entfernt saßen. Nicht nur das machte mich ruhiger, auch die Tatsache, dass die anderen Mitdreißiger bis -sechziger auch oft aufs Klo mussten und Tempos verschenkt und Toilettenpapier schwesterlich geteilt wurde. Lapidar meinte mein Freund nur: "Punk is not dead!" haha, war das ja wohl geklärt...und ich wurde ruhiger und konnte alle Sorgen von vorher langsam abstreifen. Als Campino, der inzwischen auf die 56 zugeht und deutlich fitter als die meisten seiner Fans schien, dann irgendwann im Laufe des Abends meinte: "Heute morgen fühlte ich mich wie 75, heute Mittag wie 62 und jetzt HALBSTARK!" stimmten nicht nur alle begeistert in das Lied ein, sondern stimmten aus vollem Herzen zu. Ich hatte mich jedenfalls selten halbstärker als am Donnerstag Abend gefühlt.
Und auch wenn ich mich jetzt nach dem Konzert gefühlt irgendwo zwischen 62 und 75 eingependelt habe; auch wenn ich gestern ein Vorgespräch wegen einer Blasen-OP hatte, die wohl aufgrund des Crohn bald durchgeführt werden muss; auch wenn ich schlichtweg einige Zeit zum Wiederaufbau brauche: ich bin happy, dass ich bei dem Konzert war, dass Charisma und Energie der Band sich für mich wieder auf die Lieder von CD übertragen (jaja, ich weiß, es gibt auch iTunes usw. aber ihr wisst ja: die gute alte Zeit...:) und dass der Crohn in dieser zweischneidigen Beziehung echt nicht immer die Oberhand hat.
Und wenn ich heute Abend das Champions League-Finale anschaue, natürlich Liverpool anfeuere und wieder "YOU'LL nEVER WALK ALONE" mitgröle, dann weiß ich eins: "Punk is (definitely) not dead!"
Euch wünsche ich auch einen wunderbaren Abend - egal, ob mit oder ohne Fußball - und genau so tolle Erlebnisse, die Spaß machen und Kraft geben.
Macht es gut. So long,
Josie
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