Eigentlich wollte ich diese Gemüsesuppe machen. Aber als ich auf dem Markt war, lief mir der erste Butternutkürbis des Spätsommers über den Weg, auf Sellerie hatte ich auch Lust und auf Kokosmilch sowieso. Und ein bisschen Fleischhunger hatte ich doch auch... Und schwupps, war es eine ganz andere Suppe, die Gaumen und Seele streichelt und glücklich und zufrieden macht.
Für sehr viele Portionen, ich schätze ca. 8, braucht ihr also:
1kg Gehacktes (bzw. ich hatte Schweinemett, was ganz köstlich war), 4 große Möhren, 1 Butternutkürbis, 2 große Zucchini, 1/2 Knolle Sellerie, 2 Stangen Lauch, 2 rote Paprika, 8 Flaschentomaten, 1 Dose Kokosmilch (ob groß oder klein ist eurem Geschmack überlassen, ich hatte einfach nur Reste davon), gemahlener Liebstöckel und Koriander, Kräutersalz, Salz, Pfeffer, Raps- und Olivenöl
- Ofen auf 180° Grad vorheizen
- Butternutkürbis schälen, halbieren und in mundgerechte Stücke schneiden
- auf einem Blech mit 2 EL Olivenöl und Salz (wer mag kann noch Paprika und Pfeffer hinzufügen) mischen und für ca. 20 Minuten in den Ofen, zwischendurch wenden
- Sellerie putzen und in kleine Würfel schneiden
- Möhren waschen, putzen, vierteln und auch in Würfel schneiden
- das Grüne vom Lauch abschneiden, putzen, in Ringe schneiden und waschen
- das Mett mit etwas Rapsöl in einem großen Topf anbraten
- Paprika waschen, schälen und in große Stücke schneiden
- Zucchini waschen, halbieren und kleinschneiden
- wenn das Mett beginnt die Farbe zu verändern (ich lasse es nicht zu dunkel werden), Möhren, Sellerie und Paprika hinzufügen, bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel weiterkochen
- die Tomaten schälen und in grobe Stücke schneiden
- das restliche Gemüse hinzufügen, aufkochen und dann bei geschlossenem Deckel und etwas Geduld so 15 Minuten köcheln lassen
- je 2 EL Liebstöckel und Kräutersalz, 1 EL Koriander, Salz, Pfeffer und Wasser nach Geschmack, außerdem Kokosmilch hinzufügen, noch ca. 10 Minuten weiterköcheln lassen
- zum Schluss abschmecken und den Ofenkürbis unterheben.
Tipps: Ich nehme das Weiße vom Lauch, geschälte Paprika und Tomaten wegen der besseren Verträglichkeit. Was ihr besser vertragt, oder ob ihr vielleicht anderes Gemüse, z.B. auch Zwiebeln oder Knoblauch hinzufügen wollt, ist euch überlassen. Sicher schmeckt alles lecker. Ich finde, dass man in dieser Suppe echt keine Brühe braucht, weil alle Aromen durch die längere Kochzeit super ineinander ziehen. Außerdem sind in Brühe oft komische Sachen drin, die mir manchmal Bauchweh machen.
Viel Spaß beim Ausprobieren und geht echt Mal auf euren (Samstags-) Markt. Mich macht die Fülle an hiesigem Obst und Gemüse immer ganz glücklich und dankbar...und preiswert ist es auch:)
Enjoy your day,
Josie
Freitag, 14. September 2018
Dienstag, 4. September 2018
Comfort Food: Keine Lasagne-Auflauf mit Zucchini-Kokoscreme
Ich weiß nicht, wie es euch geht. Aber ich habe manchmal das Gefühl, je weniger ich vertrage und je häufiger sich mein Crohn meldet, desto mehr denke ich ans Essen. So war es auch in den letzten Tagen, als ich Hunger auf Lasagne mit viel geschmolzenem Käse hatte. Gut, also Lasagne ist es nicht geworden, geschmolzener Käse sowieso nicht, aber ein anderer superleckerer, schmackhafter Auflauf, der uns ziemlich glücklich gemacht hat und mild, glutenfrei, milchfrei und paläo war.
Die Zutaten für 4 Portionen:
750g Schweinegehacktes, ca. 24 Cherrytomaten, 7 mittelgroße Zucchini, 5 kleinere Möhren, 2 Stangen Lauch, 200ml Kokosmilch, 1 Handvoll frisches Basilikum, Salz, Pfeffer, 2-3 EL Oregano, 2-3 EL Sesam, 1 El Nährhefe
- Ofen auf 180° Grad vorheizen
- 5 Zucchini in Stücke schneiden und mit etwas Salzwasser ca. 20 Minuten köcheln lassen
- restliche Zucchini, Möhren waschen, putzen, kleinraspeln
- nur das Weiße vom Lauch (für die bessere Verträglichkeit) halbieren und in halbe Ringe schneiden, waschen und abtropfen lassen
- Gehacktes vorsichtig anbraten (hier würden sicher auch Sojaschnetzel für eine vegetarische Variante schmecken), salzen und pfeffern
- das Gemüse hinzufügen, aufkochen lassen, dann bei niedriger Hitze und geschlossenem Deckel ca. 15 Minuten garen lassen, dabei mehrfach umrühren, Oregano und Nährhefe hinzufügen und mit Salz und Pfeffer abschmecken
- Wasser von den gekochten Zucchini abschütten
- Zucchini mit Kokosmilch pürieren
- Basilikum kleinscheiden und unterheben, nochmals kurz pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken
- Fleischsoße in eine Auflaufform geben, Zucchinisoße darüber geben, mit Sesam bestreuen und in den Ofen geben
- wenn alles schön blubbert, Soße und Sesam leicht gebräunt sind, ist der Auflauf fertig
Tipp: Gemüse wie Aubergine, Pilze, Paprika, Zwiebeln, Knoblauch etc. schmecken bestimmt auch super, vertrage ich aber im Moment nicht gut. Statt mit Kokosmilch könnte man die Zucchini sicher auch gut mit Mandelmilch und -mus pürieren. Und 250g fertig gekochte Nudeln (z.B. Fusili) unter die Gehacktessoße gemischt, macht das Ganze gehaltvoller und sättigender und schmeckt bestimmt auch gut.
Lasst es euch schmecken!
Bis bald,Josie
Die Zutaten für 4 Portionen:
750g Schweinegehacktes, ca. 24 Cherrytomaten, 7 mittelgroße Zucchini, 5 kleinere Möhren, 2 Stangen Lauch, 200ml Kokosmilch, 1 Handvoll frisches Basilikum, Salz, Pfeffer, 2-3 EL Oregano, 2-3 EL Sesam, 1 El Nährhefe
- Ofen auf 180° Grad vorheizen
- 5 Zucchini in Stücke schneiden und mit etwas Salzwasser ca. 20 Minuten köcheln lassen
- restliche Zucchini, Möhren waschen, putzen, kleinraspeln
- nur das Weiße vom Lauch (für die bessere Verträglichkeit) halbieren und in halbe Ringe schneiden, waschen und abtropfen lassen
- Gehacktes vorsichtig anbraten (hier würden sicher auch Sojaschnetzel für eine vegetarische Variante schmecken), salzen und pfeffern
- das Gemüse hinzufügen, aufkochen lassen, dann bei niedriger Hitze und geschlossenem Deckel ca. 15 Minuten garen lassen, dabei mehrfach umrühren, Oregano und Nährhefe hinzufügen und mit Salz und Pfeffer abschmecken
- Wasser von den gekochten Zucchini abschütten
- Zucchini mit Kokosmilch pürieren
- Basilikum kleinscheiden und unterheben, nochmals kurz pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken
- Fleischsoße in eine Auflaufform geben, Zucchinisoße darüber geben, mit Sesam bestreuen und in den Ofen geben
- wenn alles schön blubbert, Soße und Sesam leicht gebräunt sind, ist der Auflauf fertig
Tipp: Gemüse wie Aubergine, Pilze, Paprika, Zwiebeln, Knoblauch etc. schmecken bestimmt auch super, vertrage ich aber im Moment nicht gut. Statt mit Kokosmilch könnte man die Zucchini sicher auch gut mit Mandelmilch und -mus pürieren. Und 250g fertig gekochte Nudeln (z.B. Fusili) unter die Gehacktessoße gemischt, macht das Ganze gehaltvoller und sättigender und schmeckt bestimmt auch gut.
Lasst es euch schmecken!
Bis bald,Josie
Donnerstag, 23. August 2018
Ein Jahr mit Delfinen auf Hawaii schwimmen...und weitere gute Tipps von Ärzten:)
"Können Sie nicht ein Jahr mit Delfinen auf Hawaii schwimmen?"
"Vielleicht täte Ihnen eine Rückführung gut? Wer weiß, was in einem Ihrer früheren Leben passiert ist?!"
"Einfach mal raus, ein Jahr auf eine einsame, sonnige Insel. Das würde Ihnen bestimmt helfen!"
"Haben Sie ein bisschen Geld übrig? Dann kann ich Ihnen einen Guru in Kalifornien empfehlen. Er entnimmt Ihnen ein wenig Stuhl, meditiert darüber und wenn dieser zurücktransplantiert wird, fühlen Sie sich wie neu geboren."
"Überlegen Sie mal, mussten Sie als Kind vieles "runterschlucken"? So was kann einem ja auch auf den Magen schlagen."
Ich weiß nicht, was euch so unterkommt, aber das sind meine Top 5-Tipps von Ärzten bzw. medizinischem Personal der letzten sechs Monate, die ich doch endlich mal mit euch teilen wollte. Immerhin sind es nicht die Gastroenterologen zu denen ich regelmäßig gehe, die solch gute Anregungen auf Lager haben. Vielmehr fühlen sich andere "Fachleute" oft genötigt, auch mal als echte Experten dazustehen. Und ja, mir ist schon klar, dass sie meistens helfen wollen. Aber bitte, kann diese "Hilfe" nicht vorher mal reflektiert werden? Wem würde denn eigentlich ein Jahr, egal ob mit oder ohne Delfinen, in der Sonne, voll finanziert und ohne Arbeit nicht mal gut tun? Besonders nach einem Winter wie dem letzten? Als ich den Arzt jedenfalls gefragt habe, ob er das nicht auch genial fände, bejahte er dies sofort und schob die Geschichte seiner schwierigen Beziehung auch als Bonus noch gleich hinterher. Ähnlich ging es mir, als mir eine Ärztin eine Rückführung bei einer Schamanin schmackhaft machen wollte: so großartig, dadurch habe sie ihren jetzigen Mann kennengelernt. Nur dumm, dass dabei der alte und die drei Kinder auf der Strecke geblieben waren. Aber den hatte sie eh nur geheiratet, weil ihre Erfahrung als Amme im Mittelalter ihr im Weg gestanden hatte. Und jetzt sei sie so frei. Duh!... Als Tipp 5 vor kurzem angebracht wurde, musste ich herzlich Lachen. Ganz ehrlich? Wäre es nicht super, es wäre so einfach? Ein bisschen Brigittepsychologie und schwupps, von allen Leiden geheilt? Es gibt wirklich immernoch Ärzte, die versuchen eine einzelne Ursache für diese Erkrankung auszumachen. Wie wäre es denn mal mit googlen, liebe Ärzte? Das habe ich übrigens dem Arzt hier auch erzählt und er hat zum Glück mitgelacht...und mir natürlich sofort von seiner Magenschleimhautentzündung und seiner schweren Kindheit erzählt.
Ganz ehrlich? Ich finde das zwar oft nervig und schaue wohl auch des öfteren ziemlich ungläubig, wenn mir solche Aussagen unterkommen. Aber heute kann ich über die meisten dieser Aussagen lachen oder denke zumindest, dass Karma das schon regeln wird. Früher, in meiner Kindheit und Jugend, vor meiner Diagnose, war das anders. Denn ich wusste zwar, dass ich krank, vielleicht auch sehr krank, war, aber ich konnte dem ganzen nie einen Namen geben. Was ich hatte war aber ohne Namen nicht greifbar, weshalb Ärzte mich regelmäßig fragten, was mit mir nicht stimme, ob es nicht vielleicht irgendwelche Leichen in meinem psychischen Keller gäbe, und das Ganze eben eher psychisch (ein Arzt nannte es mal "typisch weiblich hysterisch") und keine körperliche Erkrankung sei.
Ich hoffe natürlich, dass ihr andere Erfahrungen macht. Da ich jedoch davon ausgehe, dass viele von euch auch lange Odysseen hinter euch haben, bin ich gespannt, welche Erfahrungen ihr mit Ärzten so macht bzw. welche Tipps ihr bekommt und wie ihr heute, mit eurer Diagnose, darauf reagiert.
Habt einen schönen Tag!
So long,
Josie
"Vielleicht täte Ihnen eine Rückführung gut? Wer weiß, was in einem Ihrer früheren Leben passiert ist?!"
"Einfach mal raus, ein Jahr auf eine einsame, sonnige Insel. Das würde Ihnen bestimmt helfen!"
"Haben Sie ein bisschen Geld übrig? Dann kann ich Ihnen einen Guru in Kalifornien empfehlen. Er entnimmt Ihnen ein wenig Stuhl, meditiert darüber und wenn dieser zurücktransplantiert wird, fühlen Sie sich wie neu geboren."
"Überlegen Sie mal, mussten Sie als Kind vieles "runterschlucken"? So was kann einem ja auch auf den Magen schlagen."
Ich weiß nicht, was euch so unterkommt, aber das sind meine Top 5-Tipps von Ärzten bzw. medizinischem Personal der letzten sechs Monate, die ich doch endlich mal mit euch teilen wollte. Immerhin sind es nicht die Gastroenterologen zu denen ich regelmäßig gehe, die solch gute Anregungen auf Lager haben. Vielmehr fühlen sich andere "Fachleute" oft genötigt, auch mal als echte Experten dazustehen. Und ja, mir ist schon klar, dass sie meistens helfen wollen. Aber bitte, kann diese "Hilfe" nicht vorher mal reflektiert werden? Wem würde denn eigentlich ein Jahr, egal ob mit oder ohne Delfinen, in der Sonne, voll finanziert und ohne Arbeit nicht mal gut tun? Besonders nach einem Winter wie dem letzten? Als ich den Arzt jedenfalls gefragt habe, ob er das nicht auch genial fände, bejahte er dies sofort und schob die Geschichte seiner schwierigen Beziehung auch als Bonus noch gleich hinterher. Ähnlich ging es mir, als mir eine Ärztin eine Rückführung bei einer Schamanin schmackhaft machen wollte: so großartig, dadurch habe sie ihren jetzigen Mann kennengelernt. Nur dumm, dass dabei der alte und die drei Kinder auf der Strecke geblieben waren. Aber den hatte sie eh nur geheiratet, weil ihre Erfahrung als Amme im Mittelalter ihr im Weg gestanden hatte. Und jetzt sei sie so frei. Duh!... Als Tipp 5 vor kurzem angebracht wurde, musste ich herzlich Lachen. Ganz ehrlich? Wäre es nicht super, es wäre so einfach? Ein bisschen Brigittepsychologie und schwupps, von allen Leiden geheilt? Es gibt wirklich immernoch Ärzte, die versuchen eine einzelne Ursache für diese Erkrankung auszumachen. Wie wäre es denn mal mit googlen, liebe Ärzte? Das habe ich übrigens dem Arzt hier auch erzählt und er hat zum Glück mitgelacht...und mir natürlich sofort von seiner Magenschleimhautentzündung und seiner schweren Kindheit erzählt.
Ganz ehrlich? Ich finde das zwar oft nervig und schaue wohl auch des öfteren ziemlich ungläubig, wenn mir solche Aussagen unterkommen. Aber heute kann ich über die meisten dieser Aussagen lachen oder denke zumindest, dass Karma das schon regeln wird. Früher, in meiner Kindheit und Jugend, vor meiner Diagnose, war das anders. Denn ich wusste zwar, dass ich krank, vielleicht auch sehr krank, war, aber ich konnte dem ganzen nie einen Namen geben. Was ich hatte war aber ohne Namen nicht greifbar, weshalb Ärzte mich regelmäßig fragten, was mit mir nicht stimme, ob es nicht vielleicht irgendwelche Leichen in meinem psychischen Keller gäbe, und das Ganze eben eher psychisch (ein Arzt nannte es mal "typisch weiblich hysterisch") und keine körperliche Erkrankung sei.
Ich hoffe natürlich, dass ihr andere Erfahrungen macht. Da ich jedoch davon ausgehe, dass viele von euch auch lange Odysseen hinter euch haben, bin ich gespannt, welche Erfahrungen ihr mit Ärzten so macht bzw. welche Tipps ihr bekommt und wie ihr heute, mit eurer Diagnose, darauf reagiert.
Habt einen schönen Tag!
So long,
Josie
Freitag, 17. August 2018
Griechische Inseln: das Atrium Prestige auf Rhodos
Ich sitze hier, gerade aus dem Urlaub nach Hause gekommen und kann noch gar nicht glauben, dass dieser schon vorbei ist. Wieder haben Wetter, Wasser und Ouzo es gut mit uns gemeint und es waren ruhige, entspannte, wunderbare Wochen. Wieder in Griechenland, diesmal auf Rhodos.
Das Atrium Prestige ist ein unglaublich tolles, weitläufiges Hotel, direkt am Meer, das keine Wünsche offen lässt. Glaube ich. Denn weil es direkt am Meer war, waren wir jeden Tag von morgens bis abends am Strand, haben dem Rauschen des Meeres gelauscht, gelesen und uns gerne zwischendurch mit ein wenig Melone abgekühlt. Dass es ein Spa und einen Fitnessraum und bestimmt noch andere tolle Dinge gab, hat uns dabei echt nicht interessiert.
Da das Hotel in der Nähe von Lachania, in the middle of nowhere, gelegen ist, gab es fußläufig keine Tavernen oder ähnliches, weshalb wir mittags immer in der hoteleigenen Bar gegessen haben. Mein Bauch war zwar weiterhin bzw. wie immer im Urlaub verstärkt, ein Problem, glutenfrei zu essen aber nicht. So aß ich mich durch grünen Salat mit Äpfeln, Walnüssen und Tahinidressing, mediterranes im Ofen gebackenes Gemüse mit Halloumi, griechischen Salat, Omelett mit Gemüse und selbst gemachten Pommes. Alles war total lecker, erschwinglich und mit Blick auf das Meer fast paradiesisch.
Da das Hotel in der Nähe von Lachania, in the middle of nowhere, gelegen ist, gab es fußläufig keine Tavernen oder ähnliches, weshalb wir mittags immer in der hoteleigenen Bar gegessen haben. Mein Bauch war zwar weiterhin bzw. wie immer im Urlaub verstärkt, ein Problem, glutenfrei zu essen aber nicht. So aß ich mich durch grünen Salat mit Äpfeln, Walnüssen und Tahinidressing, mediterranes im Ofen gebackenes Gemüse mit Halloumi, griechischen Salat, Omelett mit Gemüse und selbst gemachten Pommes. Alles war total lecker, erschwinglich und mit Blick auf das Meer fast paradiesisch.
Wem diese Auswahl nicht groß genug scheint, der warte mal ab, was es zum Abendessen gab:) Wir saßen jeden Abend draußen, weil so viel Platz war (und weil wir immer pünktlich um 19h mit großem Hunger auf Einlass warteten). Das Buffet war, jeden Tag thematisch, mit unglaublichen Köstlichkeiten bestückt. So gab es am Fischabend z.B. Lachstartar oder Garnelen mit Avocadosalat zur Vorspeise, dazu alle möglichen Salate oder Suppen für die Suppenkasper unter uns. In der Showküche konnte man sich, wenn man mochte, dann auch noch Garnelen oder Fisch frisch braten lassen oder, falls man keine Lust auf Buffet hatte, konnte man jeden Abend zwischen drei Gerichten wählen, die einem am Platz serviert wurden. Auf die Art und Weise bin ich an zwei Abenden auch zu glutenfreier Pasta gekommen. Häufiger hatte ich allerdings auf Pasta oder ähnliches gar keinen Hunger. Zu lecker war es auch so, z.B. am griechischen, rhodischen oder mediterranem Abend mit frischen, lokalen Gerichten, wie z.B. Lamm mit griechischen Kräutern aus dem Ofen, Hähnchengyros oder mediterranes Gemüse mit Feta überbacken, die mein Herz höher schlagen ließen. Obwohl ich natürlich nicht alles essen durfte, gab es trotzdem jeden Abend mehr als genug, aus dem ich auswählen konnte. Die netten Köche, die mich jeden Abend begrüßten und durch das Buffet führten, wurden außerdem nicht müde darauf hinzuweisen, dass sie mir auch alles extra kochen würden, so ich denn wollte. Gf war für sie überhaupt kein Problem, auch mit Kontamination kannten sie sich bestens aus.
Gefrühstückt habe ich, wie immer, nicht. Am letzten Tag konnte ich mich aber davon überzeugen, dass auch das Frühstücksbuffet reichlich war und ich gf Muffins, Kuchen oder Brot hätte bestellen können. Alles im Konjunktiv, denn ich hab um die Frühstückszeit immer noch selig geschlummert (wenn nicht im Urlaub, wann dann?!).
Zum Hotel gehörte außerdem ein kleiner Supermarkt, in dem wir uns mit Wasser und Snacks versorgten. Hier fiel mir auf, dass vieles im Unterschied zu den letzten Jahren als gf gekennzeichnet waren: Chips, Flips, Reiswaffeln, Nüsse in Sesamkruste, Eis. Genug, um sich über Wasser zu halten, wenn man mal nicht mittags in die Bar Essen gehen wollte.
Und jetzt? Jetzt lausche ich dem Regen (statt dem Meer), habe das Licht an (anstatt mich vor der Sonne zu schützen) und trinke Leber-Galle-Tee (anstatt Ouzo) :) Aber egal, es war so schön, dass ich über diese Kleinigkeiten großzügig hinwegsehen kann...
...und mich auf nächstes Jahr freue, wenn es wieder heißt: Kalimera Hellas!
Bis bald,
eure Josie
Sonntag, 10. Juni 2018
Krankenhaustipps
Ich komme gerade aus dem Krankenhaus, wo ich ein paar Tage zur Restauration war. Also genau genommen hatte ich eine kleine Blasen-OP, um zu schauen, ob sich der Crohn auch dort breit gemacht (was übrigens NICHT der Fall, yeah) und einen Eingriff am Rücken, um die Schmerzen der Spondylarthrose, die allerdings leider vom Crohn kommen, einzudämmen. Ich muss sagen, es war anstrengend, aber ich bin ziemlich zufrieden und fühle mich...naja, restauriert eben. Das liegt nicht nur daran, dass ich im Krankenhaus bestens behandelt und umsorgt wurde, sondern auch daran (bilde ich mir wenigstens ein), dass ich mir aufgrund früherer Erfahrungen genau überlegt hatte, was ich alles brauchen könnte. Das habe ich jetzt hier mal direkt aufgeschrieben, weil ich dachte, dass es euch vielleicht auch beim nächsten Mal hilft.
1. Klamotten
- dicke und dünne T-Shirts (besonders wegen des Zugangs praktisch, weil kurzärmelig)
- genug Unterwäsche und Socken (besonders nach der Narkose hatte ich Eisfüße)
- Bademantel
- Jogginganzug
- lustige T-Shirts (für die gute Laune)
- für einen Aufenthalt ohne OP hätte ich sicher mehr Freizeitsachen mitgenommen, damit ich nicht den ganzen Tag im Schlafanzug oder OP-Shirt rumlaufe und mich dadurch fitter fühle, mich nicht langweile und keine Thrombose bekomme
2. Waschzeug und Medikamente
- ich nehme immer Miniaturgrößen von (Trocken-)Shampoo, Duschzeug, Mundwasser und Deo mit, damit ich nicht so viel schleppen muss
- eigene Handtücher bzw. Waschlappen
- ein Thermacarepad (weil mein Nacken oft durch das viele Liegen verspannt und ich mir so schnell helfen kann)
- Medikamente für den ersten Tag, vollständig
- Nasenspray, Lutschpastillen (ich hatte dieses Mal GeloRevoice, total gut) für nach der OP, wenn die Schleimhäute so trocken sind
- was Pflanzliches zum Einschlafen, Calmedoron, z.B.hilft mir super
- Nahrungsergänzungsmittel bzw. das, was das Krankenhaus nicht hatte (bei mir waren es u.a. die Salofalk Granu Sticks) für mehrere Tage
- Ohropax (hatte ich vorher nie dabei, dieses Mal schon und Halleluja, ein Glück, vor meinem Zimmer war nämlich eine Baustelle)
3. Essen (bei meiner Aufnahme hatte ich schon gf angemeldet)
- gekochte Eier (nicht lachen, aber die habe ich in letzter Zeit besser vertragen und ihr wisst ja, was einem manchmal an Essen im Krankenhaus blüht; außerdem hat meine Oma mit gekochten Eiern schon den Krieg überstanden...)
- selbst gebackene, haltbare Bananenkekse (nicht sooo lecker, aber bekömmlich und sättigend)
- Hipp Gläschen
- gf Brot
- getrocknete Nüsse und Beeren
4. Wichtige Unterlagen
- meine Notfallausweise (wegen der Zöliakie und der Blutgerinnungsstörung)
- mein aktueller Medikamentenplan
- evtl. relevante Berichte von Voruntersuchungen
- Telefonnummer meiner Versicherung
- wichtige Telefonnummern und Namen fürs Krankenhaus
5. Wohlfühlkram und -zeugs
- mein Kissen (ist gemütlich und das kommt wegen meines Nackens immer und überall hin mit)
- Werther, mein kleiner Teddy (ist streng genommen der Krankenhausbeschützerteddy meines Freundes, aber ich habe ihn adoptieren dürfen, lucky me:)
- ein Buch (bzw. ungefähr so viele, das ihr es auch ein paar Jahre auf einer einsamen Insel aushalten könntet)
- meinen iPod (ich würde ihn allerdings nächstes Mal vorher aufladen)
- hätte ich ein Tablet, würde ich auch das evtl. mit den entsprechenden Serien mitnehmen (ihr wisst ja: Dexter, Breaking Bad...irgendwas Blutiges ohne Krankenhaus jedenfalls)
- Zeitschriften
- mein Bullet Journal
- bei Aufenthalten ohne OP hatte ich auch schon mal Nagellack, Gesichtsmasken, Fußcreme dabei, um wohlfühlige Sachen ohne Denken machen zu können
6. Und sonst so?
- ich lasse mir den Zugang inzwischen immer am Handgelenk legen, damit ich mich noch frei bewegen kann
- ich trinke ja eh nix mit Kohlensäure, finde das aber im Krankenhaus besonders wichtig, weil man durch Narkose, Medikamente und Rumliegerei oft einen Blähbauch bekommt und so die Spitze vermeiden kann
- ich tendiere dazu, Schmerzen herunterzuspielen. Macht aber keinen Sinn, denn eine gute Schmerztherapie funktioniert nur, wenn ihr ehrlich vor euch und dem Arzt seid...und im Zweifel seid ihr eure Schmerzen dann im Endeffekt schneller und mit weniger Medikamenten los
- Hilfe annehmen ist auch nicht immer mein Ding, ABER: es hilft einem manchmal, schneller auf die Beine zu kommen
- Besuch ist super, aber Ruhe auch, weswegen ich mich zwar gerne, aber zeitlich begrenzt, besuchen lasse
- last but not least: meine unsichtbare Krone. Die nehme ich nicht mit, um mich wie eine herrische Königin zu fühlen, sondern um den Kopf oben zu halten, mich von der Atmosphäre nicht kränker, als nötig machen zu lassen und Ärzten und Personal gegenüber mündig zu bleiben.
(Quelle: https://pinterest.com/pin/311452130453664285/?source_app=android; letzter Zugriff: 10.06.2018)
Mehr fällt mir gerade nicht ein und ich muss zugeben, ich bin auch ein wenig erschöpft. Es geht jeden Tag besser, aber es braucht noch ein paar Tage, bis ich mich fühle wie vorher. Deshalb lege ich mein Krönchen (nicht Cröhnchen, übrigens:) jetzt mal kurz beiseite und hau' mich hin.
Macht es gut und denkt bei eurem nächsten Krankenhausaufenthalt dran: gut vorbereitet ist schon wieder fast zuhause!
Take care,
Josie
1. Klamotten
- dicke und dünne T-Shirts (besonders wegen des Zugangs praktisch, weil kurzärmelig)
- genug Unterwäsche und Socken (besonders nach der Narkose hatte ich Eisfüße)
- Bademantel
- Jogginganzug
- lustige T-Shirts (für die gute Laune)
- für einen Aufenthalt ohne OP hätte ich sicher mehr Freizeitsachen mitgenommen, damit ich nicht den ganzen Tag im Schlafanzug oder OP-Shirt rumlaufe und mich dadurch fitter fühle, mich nicht langweile und keine Thrombose bekomme
2. Waschzeug und Medikamente
- ich nehme immer Miniaturgrößen von (Trocken-)Shampoo, Duschzeug, Mundwasser und Deo mit, damit ich nicht so viel schleppen muss
- eigene Handtücher bzw. Waschlappen
- ein Thermacarepad (weil mein Nacken oft durch das viele Liegen verspannt und ich mir so schnell helfen kann)
- Medikamente für den ersten Tag, vollständig
- Nasenspray, Lutschpastillen (ich hatte dieses Mal GeloRevoice, total gut) für nach der OP, wenn die Schleimhäute so trocken sind
- was Pflanzliches zum Einschlafen, Calmedoron, z.B.hilft mir super
- Nahrungsergänzungsmittel bzw. das, was das Krankenhaus nicht hatte (bei mir waren es u.a. die Salofalk Granu Sticks) für mehrere Tage
- Ohropax (hatte ich vorher nie dabei, dieses Mal schon und Halleluja, ein Glück, vor meinem Zimmer war nämlich eine Baustelle)
3. Essen (bei meiner Aufnahme hatte ich schon gf angemeldet)
- gekochte Eier (nicht lachen, aber die habe ich in letzter Zeit besser vertragen und ihr wisst ja, was einem manchmal an Essen im Krankenhaus blüht; außerdem hat meine Oma mit gekochten Eiern schon den Krieg überstanden...)
- selbst gebackene, haltbare Bananenkekse (nicht sooo lecker, aber bekömmlich und sättigend)
- Hipp Gläschen
- gf Brot
- getrocknete Nüsse und Beeren
4. Wichtige Unterlagen
- meine Notfallausweise (wegen der Zöliakie und der Blutgerinnungsstörung)
- mein aktueller Medikamentenplan
- evtl. relevante Berichte von Voruntersuchungen
- Telefonnummer meiner Versicherung
- wichtige Telefonnummern und Namen fürs Krankenhaus
5. Wohlfühlkram und -zeugs
- mein Kissen (ist gemütlich und das kommt wegen meines Nackens immer und überall hin mit)
- Werther, mein kleiner Teddy (ist streng genommen der Krankenhausbeschützerteddy meines Freundes, aber ich habe ihn adoptieren dürfen, lucky me:)
- ein Buch (bzw. ungefähr so viele, das ihr es auch ein paar Jahre auf einer einsamen Insel aushalten könntet)
- meinen iPod (ich würde ihn allerdings nächstes Mal vorher aufladen)
- hätte ich ein Tablet, würde ich auch das evtl. mit den entsprechenden Serien mitnehmen (ihr wisst ja: Dexter, Breaking Bad...irgendwas Blutiges ohne Krankenhaus jedenfalls)
- Zeitschriften
- mein Bullet Journal
- bei Aufenthalten ohne OP hatte ich auch schon mal Nagellack, Gesichtsmasken, Fußcreme dabei, um wohlfühlige Sachen ohne Denken machen zu können
6. Und sonst so?
- ich lasse mir den Zugang inzwischen immer am Handgelenk legen, damit ich mich noch frei bewegen kann
- ich trinke ja eh nix mit Kohlensäure, finde das aber im Krankenhaus besonders wichtig, weil man durch Narkose, Medikamente und Rumliegerei oft einen Blähbauch bekommt und so die Spitze vermeiden kann
- ich tendiere dazu, Schmerzen herunterzuspielen. Macht aber keinen Sinn, denn eine gute Schmerztherapie funktioniert nur, wenn ihr ehrlich vor euch und dem Arzt seid...und im Zweifel seid ihr eure Schmerzen dann im Endeffekt schneller und mit weniger Medikamenten los
- Hilfe annehmen ist auch nicht immer mein Ding, ABER: es hilft einem manchmal, schneller auf die Beine zu kommen
- Besuch ist super, aber Ruhe auch, weswegen ich mich zwar gerne, aber zeitlich begrenzt, besuchen lasse
- last but not least: meine unsichtbare Krone. Die nehme ich nicht mit, um mich wie eine herrische Königin zu fühlen, sondern um den Kopf oben zu halten, mich von der Atmosphäre nicht kränker, als nötig machen zu lassen und Ärzten und Personal gegenüber mündig zu bleiben.
(Quelle: https://pinterest.com/pin/311452130453664285/?source_app=android; letzter Zugriff: 10.06.2018)
Mehr fällt mir gerade nicht ein und ich muss zugeben, ich bin auch ein wenig erschöpft. Es geht jeden Tag besser, aber es braucht noch ein paar Tage, bis ich mich fühle wie vorher. Deshalb lege ich mein Krönchen (nicht Cröhnchen, übrigens:) jetzt mal kurz beiseite und hau' mich hin.
Macht es gut und denkt bei eurem nächsten Krankenhausaufenthalt dran: gut vorbereitet ist schon wieder fast zuhause!
Take care,
Josie
Abonnieren
Posts (Atom)






